EEG-Reform gefährdet energieintensive Industrien

Die aktuell in der Energiearbeitsgruppe bei den Koalitionsverhandlungen (EEG) diskutierten Vorschläge zur Novellierung des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes gefährden nach Ansicht des Verbandes Deutscher Papierfabriken (VDP) die energieintensiven Industrien.

06. November 2013

»Anstatt Fehlanreize bei der Förderung erneuerbarer Energien zu hinterfragen soll offenbar weiter zu Lasten der Industrie und Verbraucher umverteilt werden«, erklärte VDP-Hauptgeschäftsführer Klaus Windhagen zu jetzt bekannt gewordenen Überlegungen aus den Verhandlungen. So seien gerade Branchen wie die Papierindustrie, die im harten internationalen Wettbewerb stehen, auf Entlastungen angewiesen.

Bereits heute zahle die Branche 30 Mio. € EEG-Umlage. Wenn die rein nationalen Belastungen - die nicht nur aus der EEG-Umlage stammten - weiter angehoben würden, werde das vor allem kleine und mittelständische Unternehmen treffen, so Windhagen. Ein völliger Wegfall der Besonderen Ausgleichsregelung würde das wirtschaftliche Aus für die Papierindustrie bedeuten.