EEG-Umlage 2015 sinkt auf 6,17 Cent

Erneuerbare

Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) haben die offizielle EEG-Umlage 2015 mitgeteilt: sie sinkt im Vergleich zum Vorjahr von 6,24 auf 6,17ct/kWh (netto).

23. Oktober 2014

Damit fällt sie um 1,1% gegenüber dem Vorjahr. Nach Angaben der vier ÜNB 50Hertz, Amprion, Tennet und Transnet BW wird sich 2015 ein Umlagebetrag von etwa 21,8Mrd. € ergeben, das heißt die Vergütungen an Anlagebetreiber abzüglich dem Gegenwert durch Börsenerlöse unter Berücksichtigung des EEG-Kontostands und Liquiditätsreserve. Als Grund nennt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur (BNetzA), dass sich die angenommenen Risiken bezüglich der Stromvermarktung aus den volatilen Erneuerbaren nicht in vollem Umfang realisiert hätten. Wind- und PV-Anlagen haben Homann zufolge nicht überdurchschnittlich eingespeist.

Größter Treiber der EEG-Umlage waren in den vergangenen Jahren laut Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) die sinkenden Börsenstrompreise und die Zunahme der Industrieprivilegierung. Der Börsenstrompreis ist in den vergangenen vier Jahren um 40% von 5 auf 3ct/kWh gefallen. Der Verband erwartet in den nächsten Jahren einen weiteren Rückgang der Stromhandelspreise, der aber deutlich schwächer als in den Vorjahren ausfallen werde, weil das heutige Niveau bereits sehr niedrig ist und die Grenzkosten der günstigsten Kohlekraftwerke fast erreicht worden sind. Für die Berechnung der EEG-Umlage nimmt der BEE an, dass der Börsenstrompreis weiter fällt: auf 3ct 2015, auf 2,9ct 2016 und 2,8ct 2017.

Erschienen in Ausgabe: 09/2014