Effiziente Biogas-Aufbereitung in Lauterhofen

Eine innovative Biomethananlage, die nach dem energieeffizienten Verfahren der Niederdruck-Druckwechseladsorption aufbereitet, entsteht in Lauterhofen in der Oberpfalz. Durch den niedrigen Betriebsdruck sinkt der Stromverbrauch bei der Aufbereitung um rund 25%, so der Hersteller der Anlage, Schmack Biogas.

04. Oktober 2012

Damit das Biogas in das Erdgasnetz eingespeist werden kann, muss es zuerst gereinigt und aufbereitet werden. Die Aufbereitung des Biogases erfolgt mit Hilfe der aus der industriellen Gasreinigung bekannten Druckwechseladsorption (PSA).

Neben der geforderten Erdgasqualität gewährleistet dieses Verfahren einen möglichst geringen Energieeinsatz, die Reduzierung und Vermeidung von Emissionen sowie eine möglichst hohe Methanausbeute, so das Unternehmen weiter.

In Lauterhofen kommt eine Weiterentwicklung des Druckwechsel-Adsorptionsverfahrens zum Einsatz, die sogenannte Niederdruck-Druckwechseladsorption (LPSA). DiesesVerfahren wurde von Schmack Carbotech entwickelt.

Es zeichne sich durch einen niedrigen Betriebsdruck aus; dadurch sinkt der Stromverbrauch um etwa 25%. Damit arbeite die Anlage auch bei langfristig steigenden Strompreisen besonders wirtschaftlich. Darüber hinaus sichere die zusätzliche Optimierung des Adsorptionsprozesses hohe Methanausbeuten.

Nach Fertigstellung soll die Anlage jährlich 35 Mio.kWh Bioerdgas produzieren und in das Erdgasnetz einspeisen. Die Inbetriebnahme der Bioerdgasanlage Lauterhofen ist für Juli 2013 geplant.

Als Substrat kommt überwiegend Grassilage zum Einsatz. Zu einem geringen Anteil werden auch Ganzpflanzensilage, verschiedene Zwischenfrüchte und Mais energetisch verwertet. Geliefert wird das Substrat von 50 Landwirten aus der Region.

Von der Standortsuche bis zur Baureife wurde das Projekt von dem Energiedienstleister Abel ReTec entwickelt, der nach Inbetriebnahme die Betriebsführung und das Rohstoffmanagement übernimmt.