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1 Antwort bitte: Dr. Bernd Eckstein, Datev

Abrechnung aus der Cloud: Wie gelingt Versorgern der Sprung in die Wolke?

28. Mai 2018

Die digitale Transformation ist ein elementarer Prozess, sowohl im geschäftlichen als auch im gesellschaftlichen Umfeld. Ein bedeutender Trend ist dabei die Nutzung von Software aus der Cloud. Langsam aber stetig steigen auch in Deutschland die Anwenderzahlen.

Auch für Energieversorger ist der Betrieb von IT-Lösungen in der Wolke eine gute Alternative zum eigenen Rechenzentrum. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die IT-Kosten sind präzise planbar und durch den externen Betrieb können personelle Ressourcen eingespart beziehungsweise für andere Prozesse aus der Wertschöpfungskette eingesetzt werden. Werden zusätzliche Arbeitsplätze benötigt, stehen sie in der Regel schnell bereit, da sich Cloud-Lösungen gut skalieren lassen.

In der Cloud genutzte Software ist immer auf dem neuesten Stand – dafür sorgt der Betreiber. Gerade im Umfeld des Rechnungswesens und der Lohnbuchführung mit häufig auftretenden rechtlichen Änderungen ist dies ein großer Vorteil.

Wichtig ist auch, dass sich unabhängig vom eingesetzten Finanzverfahren ein durchgängiger Workflow für die elektronische Rechnung mit verschiedenen Formaten (XRechnung, ZUGFeRD et cetera) etablieren lässt. Außerdem garantiert der Cloud-Anbieter eine sehr hohe Verfügbarkeit und kümmert sich um Datenschutz und Datensicherheit in den Anwendungen.

Gute Gründe, die für eine Auslagerung von Daten und Anwendungen in die Cloud sprechen. Wer diesen Schritt wagen möchte, sollte allerdings eines bedenken: Cloud ist nicht gleich Cloud! Eine Grundregel lautet: Geschäftsrelevante und kundenbezogene Daten gehören nicht in eine Public Cloud.

Für geschäftskritische Anwendungen sollten ausschließlich sogenannte Private-Cloud-Konzepte zum Einsatz kommen, bei denen Anbieter und Anwender in einer festen Geschäftsbeziehung zueinander stehen und der Zugriff auf Daten und Anwendungen besonders abgesichert ist.

Richtig umgesetzt bedeutet eine Cloud-Lösung sogar ein großes Plus für die Sicherheit der Daten und auch für die Ausfallsicherheit der Anwendungen. Schließlich kann ein Dienstleistungsrechenzentrum mit seiner zentral betriebenen, professionellen Infrastruktur ein viel höheres Schutzniveau bieten als eine kleinere Einheit. Ihre Expertise in Sachen Datenschutz und -sicherheit können vertrauenswürdige Anbieter über entsprechende Zertifikate nachweisen.

Erschienen in Ausgabe: Nr. 05 /2018

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