Einsparpotenziale im Einzelhandel

Effizienz-Studie

Der energetische Zustand von Supermärkten, Fachgeschäften oder Shopping-Centern ist bisher nur sehr lückenhaft erfasst.

22. Juli 2015

Die Studie ›Energieeffizienz im Einzelhandel. Analyse des Gebäudebestandes und seiner energetischen Situation‹, die das EHI Retail Institute im Auftrag der Deutschen Energie-Agentur (Dena) erstellt hat, zeigt laut Agentur, dass es viele ungenutzte Energiesparpotenziale gibt. Im Vergleich aller gewerblich genutzten Immobilien in Deutschland hätten Gebäude des Einzelhandels nach den Büroimmobilien den zweithöchsten Energiebedarf.

Über 80% der Gebäude des Handels wurden laut Studie vor 1978 erbaut. Zwar sei das Energiemanagement in vielen Handelsunternehmen bereits Thema: Dieses beschränke sich aber meist auf die strombetriebene Anlagentechnik und lasse das Gebäude, seine Hülle und die Wärmeversorgung außer Acht.

So befänden sich etwa viele Verkaufsflächen des Lebensmitteleinzelhandels in gemieteten Gewerbeimmobilien, weshalb sich der Handel meist auf die Einsparpotenziale in den Bereichen Kühlung und Beleuchtung konzentriere. Darüber hinaus stelle der Wärmebedarf vor allem im Non-Food-Bereich ein großes, bisher weitgehend ungenutztes Effizienzpotenzial dar, betont die Studie. Um die Ansatzpunkte für eine Steigerung der Energieeffizienz in Nichtwohngebäuden weiter zu verbessern, plant die Dena mit verschiedenen Kooperationspartnern eine Folgestudie.

www.dena.de

Erschienen in Ausgabe: 06/2015