Einspeisevergütung für PV-Anlagen sinkt um 2,5 Prozent

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat bekannt gegeben, dass die Einspeisevergütung für Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) bis Januar 2013 um 2,5% pro Monat sinken wird.

31. Oktober 2012

Betreiber von Photovoltaik-Anlagen, die im November installiert werden, erhalten – je nach Anlagengröße – demnach eine für 20 Jahre garantierte Vergütung von 12,39 bis 17,90 ct/kWh. In den Folgemonaten Dezember und Januar sinkt die Förderung um monatlich jeweils 2,5 %. Damit greift eine weitere Regelung, die mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Sommer verabschiedet wurde. Sie verfolgt das Ziel, die Solarstromförderung stärker an die Preisentwicklung und den Zubau neuer Solarstromanlagen anzupassen.

Im Verlauf dieses Jahres war die Solarstromförderung bereits mehrfach reduziert worden, um auf einen Preisverfall bei Solarmodulen zu reagieren und den weiteren PV-Zubau zu regulieren. Allein von Januar bis Oktober dieses Jahres sank die Vergütung je nach Größe der Photovoltaik-Anlage um 36 bis 43 %. Durch die wiederholte Absenkung und die bereits festgeschriebenen weiteren Kürzungen wird der Bau neuer Solarstromanlagen kaum noch die Verbraucherstrompreise beeinflussen.

»Der Zubau von Photovoltaik-Anlagen ist nach wie vor hoch. Allein im September betrug dieser fast 1 GW. Für den zu betrachtenden Zeitraum wurde der gesetzlich vorgesehene Zubaukorridor, an dem sich die Vergütung des Stroms aus Photovoltaik-Anlagen bemisst, um rund 3,9 GW und damit mehr als das Doppelte überschritten«, so Jochen Homann, Präsident der BNetzA.

Die Einspeisevergütung für PV-Anlagen nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) wird monatlich automatisch angepasst. Hierbei ist eine konstante Absenkung der Vergütungssätze um jeweils 1 % vorgesehen. Die Einspeisevergütung wird zusätzlich abgesenkt, wenn sich der Zubau oberhalb des im EEG festgelegten Korridors von 2.500 bis 3.500 MW pro Jahr bewegt. Die Absenkung erfolgt dabei stufenweise je nach Höhe der Überschreitung. Eine Unterschreitung des Zubaukorridors führt dagegen zu einer geringeren Absenkung bzw. Beibehaltung der Vergütung.