Einteilige Konstruktion für OPGW-Kabel-Endstücke

Einsparung durch Umlenkscheiben aus Delrin für Überlandleitungen

Dervaux SA, ein französischer Hersteller von Zubehör für die Überland-Leitungstechnologie (OPGW), hat die bisherigen mehrteiligen Umlenkscheiben für OPGW-Kabel-Endstücke durch eine einteilige Konstruktion aus dem Polyacetal Delrin von DuPont ersetzt. Laut Unternehmen wurden die Fertigungskosten um ein Drittel gesenkt.

04. Februar 2003

Produziert werden die Umlenkscheiben aus Delrin in Übereinstimmung mit IEC 61284 - der internationalen Norm für Zubehörteile für Überlandleitungen - für den Energieversorger Electricité de France (EDF). OPGW-Kabel (Optical Ground Wire) schützen die stromführenden Kabel an der Spitze von Strommasten vor Kurzschlüssen oder Blitzen bei Entladungen in der Atmosphäre. Delrin hat nach Herstellerangaben eine hohe mechanischen Festigkeit (die Scheiben sind mit 120.000 N belastet), ist beständig gegen Umwelteinflüsse und besitzt eine sehr gute elektrische Isolierung. Es erfülle die anspruchsvollen Spezifikationen von EDF, die fordern, dass die Umlenkscheiben bei einem Kurzschluss Temperaturspitzen bis zu 85 °C ertragen müssen.

Die vorgefertigten Endstücke sind ein wesentlicher Teil des Umlenkscheibensystems, mit dem die 15,3 oder 19,2 mm dicken OPGW-Kabel an den Strommasten befestigt oder eingehakt werden. Die Scheiben aus Delrin (Außendurchmesser 200 mm, Dicke 56 mm, Gewicht 750 g) sichern die mechanische Verbindung zwischen der vorgefertigten Halterung am Kabelende und dem restlichen OPGW und isolieren das Kabelende gegen die Mastspitze. Seit dem Jahr 2000 sind über tausend Umlenkscheiben aus Delrin an Strommasten von EDF in Frankreich installiert worden.

Erschienen in Ausgabe: 08/2002