EnBW und Entega halten Strom- und Gaspreise stabil

Auch wenn die EEG-Umlage 2014 um 18 % steigt, wollen EnBW und Entega die Strom- und Gaspreise nächstes Jahr nicht erhöhen.

15. Oktober 2013

»Wir werden die Anfang des Jahres steigenden Kosten nicht an unsere Kunden weitergeben, Strom- und Gaspreise der Entega bleiben stabil«, sagt HSE Vorstandsvorsitzende Dr. Marie-Luise Wolff-Hertwig. Auch die Preise für Heizgas sollen über die gesamte Heizperiode hinweg stabil bleiben. Möglich mache dies eine günstigere Beschaffung und die Optimierung interner Prozesse, so die Muttergesellschaft des Vertriebs Entega. Eine zusätzliche Kostenbelastung entstehe jedoch durch steigende Netzkosten, deren Höhe aber erst zum Jahresende vorliegen werde. Da neben der Produktqualität für viele Kunden auch der Preis ein wichtiges Kriterium ist, biete man ab sofort auch neue Online-Tarife für Ökostrom und Erdgas an.

Auch EnBW will die Preise für Haushaltsstrom bis weit ins nächste Jahr nicht erhöhen. »Die niedrigeren Großhandelspreise wirken sich jetzt stärker in der Kalkulation aus. Das geben wir an unsere Kunden weiter und können damit dem Anstieg der staatlichen Umlagen entgegenwirken«, erklärte EnBW-Vertriebsvorstand Dr. Dirk Mausbeck. Die Aussage gilt laut Unternehmen für die klassischen Haushaltsstrom-Tarife, also insbesondere die Grundversorgung und die meisten Sonderprodukte. Das entspreche fast 90 % der EnBW Kunden in diesem Segment. Eine Ausnahme gelte nur für Verträge mit auslaufender Preisgarantie. Sie würden wie üblich nach Ende der Laufzeit auf das aktuelle Niveau angepasst.

Im Bereich der Wärmestrom-Anwendungen entwickeln sich laut Unternehmen mehrere Faktoren ungünstiger als beim Haushaltsstrom. Die genaue Höhe unter anderem für Nachtspeicherheizungen und Wärmepumpen stehe jedoch noch nicht fest.