Energie als Dienstleistung

In Deutschland ziehen private und gewerbliche Bauherren bei Neubauprojekten immer öfter Contractingunternehmen hinzu. Das ergab eine Umfrage das Branchenverbandes VfW. War 2015 die Verteilung zwischen Alt- und Neubau noch 4:1, hat sich dies in 2016 auf fast 1:1 geändert, heißt es.

12. Juni 2017

Die Entwicklung entspricht der starken Steigerung der Neubauzahlen in Deutschland im Vorjahr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts betrug die Steigerung +19,8 %, so der Verband.

 

Dem stand eine gleichbleibende Sanierungsquote in den Zahlen des Contracting Sektors gegenüber, heißt es.

 

Vor allem Energielieferungen

 

In Deutschland bedeutet Contracting vor allem Energielieferung. Einsparcontracting oder technisches Anlagenmanagement sind Nischenprodukte.

 

Die Abfrage nach der Häufigkeit der realisierten Varianten (nach DIN 8930-5) ergab, dass 80 % der Projekte Energieliefer-Contracting, 8 % Einspar-Contracting, 5 % technischem Anlagenmanagement und weniger als 1 % dem Finanzierungs-Contracting entspricht.

 

Die jährliche Erhebung des VfW unter den Mitgliedsunternehmen, die Contracting-Dienstleistungen anbieten und zirka 60 % der Marktteilnehmer repräsentieren, habe ein weiteres Wachstum der Branche im Jahr 2016 gezeigt.

 

„Bei den Vertragszahlen kann eine Steigerung um 6 % auf 55.300 abgeschlossene Verträge verzeichnet werden“, so der VfW.

 

Der Jahresumsatz der Verbandsmitglieder stieg demnach von 2,52 Mrd. Euro im Jahr 2015 auf 2,77 Mrd. Euro im Jahr 2016.

 

Positive Marktzahlen

 

„Dies entspricht einem Zuwachs von zirka 10 %, der damit auf einem deutlich höheren Niveau liegt als im Vorjahr“, so der Verband.

„Es ist erfreulich zu sehen, dass die Contracting-Branche in 2016 den stärksten Zuwachs seit 2012 aufweisen kann,“ so Verbandspräsident Norbert Krug.

 

Dieser Zuwachs sei vor allem dem starken Wachstum des Contractings im Neubau zu verdanken.

 

Alle Details unter http://www.energiecontracting.de/6-verband/wir-ueber-uns/vfw-in-zahlen.php