Energiedrachen für Offshore-Parks

In Irland soll ein Testfeld für Flugwindenergieanlagen entstehen. Diese Anlagen sind eine Art Drachen, die in Höhen von bis zu 450 Metern den Wind ernten. E.on plant dafür in Entwicklung, Bau und Betrieb einer Demonstrationsfläche zu investieren.

11. April 2017

Bei der Flugwindenergietechnik wird Windenergie über einen festen Flügel oder ein festes Segel nutzbar gemacht. „Wir möchten die Technologie nicht nur gegenüber herkömmlicher Windenergie wettbewerbsfähig machen, sondern auch mit Behörden und Gesetzgebern zusammenarbeiten, um diese Systeme auf den Markt zu bringen und sie letztendlich ausschreibungsfähig zu machen“, erklärt Anja-Isabel Dotzenrath, CEO von E.on Climate & Renewables.

Die Investition in einen Teststandort und die damit verbundene Zusammenarbeit mit Ampyx Power ist das zweite große Engagement des Energieversorgers auf dem Feld der Flugwindenergie.2016 hatte sich das Unternehmen am schottischen Start-up Kite Power Systems (KPS) beteiligt.

Umnutzung von Offshore-Parks

Ampyx Power ist ein Startup aus den Niederlanden und wurde 2009 gegründet. Es entwickelt feste Flugwindenergiesysteme für die Bereitstellung in großen Windparks. Sein anfängliches zwei Megawatt-Produkt wird auf die Umgestaltung der Offshore-Windparks der ersten Generation zugeschnitten, die in den frühen 2000er Jahren erbaut wurden.

Die Zusammenarbeit mit dem Essener Konzern habe eine große Bedeutung für sein Unternehmen, so Wolbert Allaart, Managing Director von Ampyx Power, „da wir das umfassende Know-how von E.on in Sachen Offshore-Windkraft in unsere Produktentwicklung einfließen lassen können.“

Energiespektrum berichtete in der Ausgabe 07/2015 über Entwicklungen im Bereich Flugwindenergie ().