Energieeffizienz für Chinas Megastädte

China und Deutschland haben sich bei ihrer ersten gemeinsamen Regierungskonsultationen darauf verständigt, die Zusammenarbeit bei der Entwicklung klimaschonender Groß- und Megastädte zu verstärken. Geplant seien unter anderem die Definition von Planungskriterien und die Realisierung von Pilotprojekten. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat die von Bundesbauminister Peter Ramsauer und dem chinesischen Bauminister Jiang Weixin unterzeichnete Vereinbarung initiiert und vorbereitet.

29. Juni 2011

Weiterhin vereinbarten die dena und die China Renewable Energy Society (CRES) die Gründung eines Chinesisch-Deutschen Zentrums für Erneuerbare Energien. »Wer das globale Klima schützen will, der muss sich mit Chinas Megastädten beschäftigen. Das gleiche gilt für deutsche Unternehmen, die mit Energieeffizienztechnologien auf dem internationalen Markt Erfolg haben wollen«, so Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, anlässlich der Unterzeichnung der Absichtserklärung.

Als nächstes werde man ein Arbeitsprogramm aufstellen, einen Beirat und eine gemeinsame Arbeitsgruppe einsetzen, zwei chinesische Pilotstädte benennen sowie Unterstützer und Projektpartner in Deutschland und China gewinnen. Das Chinesisch-Deutsche Zentrum für Erneuerbare Energien soll laut eigener Angabe bis Ende 2011 mit Sitz in Peking und Berlin eingerichtet werden. Das Zentrum werde unter anderem die Energiepolitik der beiden Länder vergleichend zur Diskussion stellen, den für die Integration der erneuerbaren Energien in China nötigen Ausbau der Energieinfrastruktur untersuchen, das Potenzial für die Nutzung von Bioenergie in China abschätzen und entsprechende Pilotprojekte entwickeln.