Energieeffizienz in Russland

Das Land hat großes Potenzial bei Energieeinsparungen und Energieeffizienz. Bislang gibt es aber noch wenig Erfahrung bei der Umsetzung von Projekten. Experten haben untersucht, wie russische Unternehmen mit den Themen umgehen und welche Rolle Deutschland spielen kann.

02. Dezember 2015

Unter anderem arbeiten deutsche Unternehmen an Großprojekten zur Verbesserung der Energieeffizienz mit. Trotz der aktuellen politischen Spannungen zwischen Berlin und Moskau.

 

Für die Untersuchung wurden rund 380 russische Unternehmen aus verschieden Branchen befragt, so das Dresdner Ingenieurbüro Polarez Engineering. Demnach haben in der Energiewirtschaft bereits 36% ein Energiemanagementsystem (EnMS) implementiert. 8% der befragten Firmen planen die Einführung 2017. 

 

Rund 46% haben der Untersuchung zufolge bislang keine Pläne, ein EnMS einzuführen. In anderen Branchen werden bislang kaum EnMS eingesetzt. Nur 3% der befragten Unternehmen außerhalb der Energiewirtschaft analysieren systematisch Energieverbräuche mit dem Ziel, Strom und Wärme einzusparen, heißt es in der Untersuchung. Etwa 1% planen die Einführung im Jahr 2017.  

 

2008 gab die russische Regierung das Ziel aus, die Energieintensität des Bruttoinlandsprodukts um 40% im Vergleich zu 2007 zu senken. Um dies zu erreichen, braucht es nach Meinung der Autoren unter anderem ein System, das Innovationen stimuliert. Damit sollen die Entwicklung und der Einsatz neuer Technologien unterstützt werden.