Energiemanagement in der Wolke

Technik - Effizienz

Internet - of Things. Die Solucon-Cloud-Plattform vernetzt Sensoren für Wärme, Gas- und Stromverbrauch. Die einzelnen Lösungsbausteine lassen sich im Rahmen individueller Lösungen kombinieren.

24. März 2016

Um wirksame Maßnahmen vornehmen zu können, reicht eine rein vergangenheitsorientierte Betrachtung des Energieverbrauchs nicht mehr aus. Die Daten müssen zeitnah und detailliert bereitstehen – eine Voraussetzung dafür ist die Vernetzung intelligenter Lesegeräte für Heizung, Gas und Strom sowie die Sammlung und rasche Auswertung dieser Daten. Temperatursensoren, Wärmemengen- und Stromzähler sowie Auslesegeräte für Gas senden dazu Daten an eine Plattform wie Solucon von Q-loud, einer Tochtergesellschaft von QSC. Als Internet-of-Things-Lösung vernetzt die Plattform über eine Vielzahl von Softwarebausteinen die Geräte.

Damit lassen sich Sensoren zur Ermittlung des aktuellen Verbrauchs vernetzen, die Messwerte sammeln, verarbeiten und auswerten. In vielen Fällen dürfte es auch noch notwendig sein, Analogzähler in eine Cloud-Lösung einzubinden.

Offene Schnittstelle

Die Cloud-Plattform zur Steuerung der Energieeffizienz umfasst drei Gruppen von Bausteinen. Erstens eine Schnittstelle zur Anbindung einzelner Geräte und vorhandener Systeme; zweitens ein Gateway, das die Geräte bidirektional mit der Plattform verbindet, und drittens ein Funkmodul, das einen verschlüsselten Datentransfer sicherstellt und gleichzeitig zur Gerätesteuerung dient.

Über eine komplett dokumentierte, offene Schnittstelle – realisiert als REST-API – lassen sich bereits im Einsatz befindliche Systeme und Geräte in die Plattform integrieren. Die REST-API lässt sich direkt IP-basiert ansteuern. Bei nicht IP-fähigen Produkten wird der Zugang über ein Gateway realisiert, das zur Anbindung Ethernet, eine USB-Schnittstelle, eine 868-MHz-Funkanbindung mit AES-Verschlüsselung, den Wireless-M-Bus oder ein drahtloses Netz verwendet.

Gruppenverwaltung

Über die Schnittstelle werden Geräte und Benutzer zu Gruppen zusammengefasst und sicher verwaltet. Abhängig von den vergebenen Zugriffsrechten sind Benutzer in der Lage, Dateien und Objekte auf der Plattform abzulegen, auf der auch die Sensordaten gespeichert werden.

Die Daten von den Lesegräten für Heizung, Gas und Strom werden mit Hilfe eines Gateways übertragen, das über eine Internetverbindung als Schaltstelle zwischen den angebundenen Geräten und der Cloud-Plattform fungiert. Die Vernetzung erfolgt bidirektional. Damit ist sichergestellt, dass der Gerätestatus, die Daten sowie die Steuerbefehle von den Sensoren über das Gateway bis zum Rechenzentrum durchgängig verschlüsselt übertragen werden. Gleichzeitig bedeutet dies, dass die Daten weder am Ort ihrer Entstehung noch auf dem Transportweg ausgelesen oder manipuliert werden können.

Der dritte zentrale Baustein ist ein Modul, das die Funkverbindung mit dem Gateway herstellt und den Ausgangspunkt der Ende-zur-Ende-Verschlüsselung bildet. Damit die Geräte Daten sicher an die Cloud-Plattform übertragen können, ist das Modul in die Gerätesteuerung integriert.

Michael Dieter (QSC)

Erschienen in Ausgabe: 03/2016

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