Energieversorger im Umbau

Unternehmensstrategie

Energieversorger stehen derzeit von vielen Seiten unter Druck.

13. Oktober 2014

Das ergibt die Studie ›Branchenkompass 2014 Energieversorger‹ von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut. Kooperationen haben zugenommen. Als stärksten Treiber für die Transformation der Branche sehen 93% der Befragten die Regulierung. »Die Energieversorger werden in diesem Spannungsfeld aus Regulierung und Wettbewerb neue Geschäftsmodelle und Marktrollen entwickeln müssen«, so Norbert Neumann von Steria Mummert. »So sehen sich die Unternehmen zunehmend stärker als Energiemanager und Infrastrukturdienstleister.« 90% der EVU sind auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen und Produkten und wollen sich strategisch neu ausrichten.

Die Bedeutung von Handel und Beschaffung steigt, die der Energieversorgung nimmt ab. Damit wird das Risikomanagement wichtiger. Die Investitionsstrategie bis 2016 ist diversifiziert.

Sie richtet sich auf Energiedatenmanagement (56%), Kundenservice (54%), Smart Metering (62%) und Smart Grids (47%). Im Bereich IT wollen die EVU vor allem in Portallösungen (55%) und Datenschutz (46%) investieren.

Eine Umfrage des VKU zeigt auch, dass die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien eine immer stärkere Bedeutung spielt. Laut VKU sind der Vertriebsbereich und das Kundenmanagement (78%), der Netzbetrieb (63%) und die Logistik (38%) die am häufigsten genannten Einsatzgebiete. 26% der befragten Stadtwerke beschäftigen sich mit Smart Home-Dienstleistungen. Zudem planen die EVU, sich in den nächsten fünf Jahren verstärkt auf IT-Sicherheit zu konzentrieren.

Erschienen in Ausgabe: 08/2014