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Erneuerbare

Energiewende erreicht wichtige Wegmarke

Die installierte Kapazität der Erneuerbaren ist erstmals höher als die der konventionellen Energieträger. Das ergab der BNetzA-Monitoringbericht.

05. Dezember 2018
(©Soonthorn - stock.adobe.com)

Insgesamt stieg die in Deutschland installierte Erzeugungskapazität um 5,8 GW auf 217,6 GW an. Hiervon sind laut BNetzA 105,1 GW den konventionellen und 112,5 GW den erneuerbaren Energieträgern zuzuordnen.

Stromerzeugung und Großhandelsmärkte im Wandel

»Die Stromerzeugung lag mit 601,4 TWh auf dem Niveau des Jahres 2016, wobei die Erzeugung aus nicht erneuerbaren Energieträgern – insbesondere aus Steinkohlekraftwerken – überproportional sank«, heißt es in einer Mitteilung.

Die Erneuerbaren Energien speisten demnach insgesamt 204,8 TWh ein.

Die Vermarktung der Erneuerbaren findet mit 78 Prozent mittlerweile weitgehend direkt am Markt statt. Drei Prozent des erneuerbaren Stroms wurden aufgrund von Netzengpässen abgeregelt, so die BNetzA.

Belebung des Wettbewerbs

Der Monitoringbericht stellt ferner eine weiter zunehmende Belebung des Wettbewerbs bei der Stromerzeugung fest. Das ergab eine Untersuchung des Bundeskartellamts.

»Die Marktkonzentration bei der konventionellen Stromerzeugung hat auch im Jahr 2017 weiter abgenommen«, so Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes.

Insbesondere habe sich der gemeinsame Marktanteil der größten Erzeuger gegenüber den Vorjahren weiter verringert.

Mit der Abspaltung des Stromerzeugers Uniper vom E.on-Konzern und seiner Übernahme durch das finnische Unternehmen Fortum im Jahr 2018 dürfte sich diese Entwicklung fortsetzen, so Mundt.

Einzelhandelsmärkte und Verbraucher im Fokus

Wie bei der Erzeugung zeigte sich im Jahr 2017 auch auf den Einzelhandelsmärkten für Strom und Gas eine positive Entwicklung hin zu mehr Wettbewerb, heißt es.

Der durchschnittliche Strompreis für Haushaltskunden ist zum Stichtag 1. April 2018 mit 29,88 ct/kWh stabil (2017: 29,86 ct/kWh).

Zur Stabilisierung tragen gesunkene Netzentgelte und stagnierende Umlagen bei.

»Wer den Stromanbieter wechselt, kann oft viel Geld sparen«, so BNetzA-Chef Jochen Homan. »Es ist insofern unverständlich, dass die Wechselquote bei den Stromkunden 2017 stagniert. Bei Gasverträgen ging sie sogar leicht zurück«, sagt Homann.

Der Anteil der Haushalte in der Grundversorgung sinkt kontinuierlich, liegt aber bei Stromkunden noch immer bei rund 28 Prozent, so die BNetzA.