Energiewende: Stadtwerke wollen kooperieren

Deutsche Energieversorger wollen zur Bewältigung der Energiewende verstärkt zusammenarbeiten. Zwei Drittel der Stadtwerke und Versorgungsunternehmen im kleinen und mittleren Segment streben Kooperationen an, um im zunehmenden Wettbewerb bestehen zu können. Dies ist ein Ergebnis der ›Kooperationsstudie Energie‹ der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Rödl & Partner.

23. April 2013

Während knapp die Hälfte der Unternehmen die Rahmenbedingungen der Energiewende skeptisch beurteilen, sehen sie selbst überwiegend Chancen in der aktuellen Entwicklung. Die Gründe für eine Zusammenarbeit sind dabei vielfältig: Bei den externen Einflussfaktoren sind es vor allem der zunehmende Wettbewerb, regulatorische Risiken und die Notwendigkeit des Aufbaus neuer Geschäftsfelder. Zu den internen Treibern gehören fehlendes Know-how, Kosten- und Erlösdruck sowie Personalengpässe.

»Die Energiewende ist ein radikaler Wendepunkt für die Versorgungswirtschaft in Deutschland. Der Wettbewerb um Kunden wird immer härter. Jetzt ist es Zeit, die Potenziale zu bündeln. Für die Stadtwerke ist eine verstärkte Kooperation der beste Weg. Die Kommunen müssen bereit sein, Einfluss abzugeben, wenn sie langfristig die Eigenständigkeit ihrer Stadtwerke wahren wollen«, erklärt der Geschäftsführende Partner Martin Wambach von Rödl & Partner.

Nicht-institutionalisierte Kooperationsformen oder die Gründung neuer Gesellschaften werden von den Befragten befürwortet. Weitergehende Zusammenschlüsse wie die Fusion von Stadtwerken, gelten derzeit als nicht vorstellbar, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Für die Studie wurden bundesweit Entscheider kleiner und mittlerer Stadtwerke und Versorger befragt.