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Energiewende-Test auf Borkum

Die Nordseeinsel Borkum ist ein ideales Testlabor für die Energiewende: Die Sonneneinstrahlung ist mit durchschnittlich 2.000 Sonnenstunden im Jahr eine der höchsten Deutschlands. Jetzt wurde die Inselgemeinde als Vorbild für Kommunen bundesweit ausgezeichnet.

04. September 2018

Die Agentur für Erneuerbare Energien prämierte die Nordseeinsel zur Energie-Kommune des Monats. »Die Nordseeinsel Borkum ist ein Testfeld für innovative Energiespeicher unter realen Bedingungen«, erklärt Nils Boenigk von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE).

Insulaner und die Borkumer Stadtwerke erproben zusammen mit Projektpartnern moderne Speicher und Energiemanagementsysteme, weil diese Technologien für die vollständige Versorgung mit Erneuerbaren notwendig werden.

EU-Projekt

Der Test unter Realbedingungen läuft seit 2015 im Rahmen des von der Europäischen Kommission geförderten Projektes NETfficient.

Dabei sind die Borkumer Stadtwerke einer von dreizehn Partnern aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus sieben europäischen Ländern. Sie haben das Ziel, auf Borkum bis Ende 2018 eine intelligente Energiespeicherung zu entwickeln, die eine 100-prozentige Versorgung mit regenerativen Energien ermöglicht, so die AEE.

Dafür haben sie auf der Insel Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 279 Kilowatt, sowie Prototypen dezentraler Energiespeicher mit einer Gesamtkapazität von 580 Kilowattstunden sowie Energiemanagementsoftware und Smart Meter installiert.

Auch an das Mittelspannungsnetz wurde ein moderner Energiespeicher mit einer Leistung von 1.000 Kilowatt und einer Kapazität von 500 Kilowattstunden angeschlossen.

Virtuelles Kraftwerk

Durch das Verbinden von Erzeugungsanlagen und Speichern über das Energiemanagementsystem entsteht ein sogenanntes Virtuelles Kraftwerk: So gelingt es, die wetterabhängige Solarstromerzeugung mit dem Verbrauch zeitlich in Einklang zu bringen.

Bis Ende 2018 läuft das Projekt noch. Dann werten die Projektpartner die Ergebnisse aus.

 

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