Energy from Waste

Chemieindustrie

Ein Chemieunternehmen aus dem westfälischen Ibbenbüren hat Ende März eine neue Feuerungsanlage in Betrieb genommen, die Reststoffe der chemischen Produktion energetisch verwertet.

28. April 2015

Die 10-Millionen-Euro-Investition ermöglicht nach Angaben des Anlagenbauers Saacke eine wirtschaftlichere und umweltschonendere Arbeitsweise: Statt Erdgas für die Dampferzeugung einzusetzen, werden hierfür bisher ungenutzte Abfälle verwendet. »Gestiegene Herstellungskapazitäten und der Wunsch nach einer effizienteren Rückstandsverbrennung bewogen das Unternehmen zu diesem Schritt«, so Saacke in einer Mitteilung. Die laut Herstellerangaben neuartige Anlage umfasst einen vorgeschalteten Brenner, zwei Brennkammern für ein zweistufiges Feuerungskonzept, einen Sattdampfkessel, eine Staubfilteranlage sowie einen 30 m hohen Kamin.

Sie verfügt über eine Leistung von 11 MW. Bisher musste das Chemieunternehmen laut Saacke mindestens alle sechs Wochen beide Brenner abschalten und die Kessel reinigen. Erst nach drei Tagen Stillstand konnte die Anlage hochgefahren werden. Nun erfolgt dies vollautomatisiert.

Erschienen in Ausgabe: 04/2015