Die veräußerten Beteiligungen betreffen den Angaben zufolge das niederländische Kraftwerk in Rotterdam sowie die deutschen Kraftwerke in Farge, Zolling und Wilhelmshaven.

ANZEIGE

Insgesamt verfügen die Kraftwerke über eine Kapazität von 2.345 MW. Die geplante Transaktion wird die konsolidierte Nettoverschuldung von Engie um rund 200 Millionen Euro reduzieren. Die Veräußerung unterliegt den handelsüblichen Bedingungen und wird voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2019 abgeschlossen sein.

„Engie gibt die Unterzeichnung einer Vereinbarung mit Riverstone Holdings LLC, einer globalen auf Energie spezialisierten Investmentgesellschaft, bekannt. Gegenstand ist die Veräußerung ihrer Beteiligungen an zentralen Kohlekraftwerken in den Niederlanden und Deutschland“, heißt es in einer Mitteilung vom 26. April.

ANZEIGE

Nach diesem Verkauf wird der Anteil von Kohle an den weltweiten Stromerzeugungskapazitäten von Engie 4 % betragen – gegenüber 13 % per Ende 2015, als die Gruppe angekündigt hatte, ihre Kohlekraftwerke sukzessive stillzulegen oder zu veräußern und keine neuen mehr zu bauen. In den letzten drei Jahren hat Engie nach eigenen Angaben ihre kohlebasierten Stromerzeugungskapazitäten um rund 75% verringert.

„Diese Transaktion ist vollständig im Einklang mit der Strategie der Gruppe, Marktführer beim Übergang zu CO2-Neutralität zu sein“, sagt Isabelle Kocher, CEO von Engie. „Wir konzentrieren uns auf Investitionen in Lösungen für Unternehmen und Kommunen, in erneuerbare Energien in großem Maßstab und in die notwendige Anpassung von Strom- und Gasnetzen an die Energiewende. Für diese Aktivitäten stellen wir 2019 bis 2021 12 Milliarden Euro bereit.“

Zum Thema Kohleausstieg auch interessant:

Deutschland vor Kohleausstieg

In Deutschland geht die Bundesregierung nach dem Atomausstieg jetzt den Kohleausstieg an. Im Januar hat die Kohlekommission der Bundesregierung eine erste Skizze für den geplanten Ausstieg aus der Kohleverstromung vorgelegt.

Wärmespeicher – Ein sauberer Weg aus der Kohle?

Können Kohlekraftwerke zu thermischen Akkus im Großmaßstab umgebaut werden? Dieser Frage geht ein Pilotprojekt des DLR nach.