Entega entwickelt Analysewerkzeug für Gebäudemodernisierung

Entega und Bauverein AG haben gemeinsam in einem Modellprojekt ein neues Analysewerkzeug für die Gebäudemodernisierung entwickelt. Es soll ermöglichen, Modernisierungsmaßnahmen in der Wohnungswirtschaft wirtschaftlicher zu gestalten und stellt so eine Basis für Modernisierungsfahrpläne dar.

25. Februar 2015

»Bislang fehlten den Entscheidern konkrete Zahlen zu Kosten und Wirtschaftlichkeit energetischer Sanierungen im Gebäudebestand. Langfristige Einsparmöglichkeiten standen nicht im Fokus. Das neu entwickelte Analysewerkzeug schafft hier Abhilfe und gibt uns wichtige Informationen darüber, wann welche Modernisierungsmaßnahmen am besten realisiert werden sollten«, so Dr.-Ing. Hans-Jürgen Braun, Vorstandsvorsitzender der Bauverein AG. »Das hilft uns dabei die Warmmietenneutralität zu erhalten und Wohngebäude ohne Mehrkosten für die Mieter energetisch zu sanieren.«

Für das Modellprojekt wurden 78 Gebäude mit 679 Wohnungen und einer Wohnfläche von 38.000m2 unter die Lupe genommen. Die Bauverein AG hatte diese 2014 von der Stadt Darmstadt übernommen. In die Betrachtung flossen neben den Faktoren ›Zustand der Gebäudesubstanz‹ und ›Zustand der technischen Anlagen‹ auch wirtschaftliche und soziale Parameter ein.

Untersucht wurde, ob und mit welchen Investitionen die Gebäude auf den Standard der Energieeinsparverordnung 2014 (EnEV-2014) beziehungsweise alternativ auf KfW-55-Standard gebracht werden könnten. Mit den gewonnenen Daten hat das Unternehmen die Möglichkeit, unterschiedliche Modernisierungsstrategien miteinander zu vergleichen und die wirtschaftlichste Lösung auszuwählen.

Die im Modellprojekt gewonnen Erkenntnisse sollen in einem zweiten Schritt in einen

Modernisierungsfahrplan einfließen, den das Unternehmen für seinen gesamten Gebäudebestand erstellt. Teil des Konzeptes ist außerdem, dass Energiedienstleister komplexe Energielösungen aus einer Hand anbieten können. Denkbar sind beispielsweise moderne Wärmeinseln, die nicht nur besonders effizient Wärme erzeugen, sondern die Gebäude auch mit dezentral erzeugtem Strom beliefern.

Unterstützt wird das Projekt von Effin, dem von der Umweltorganisation WWF und der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (Deneff) getragenen Finanzforum für Energieeffizienz in Gebäuden. Die Beteiligten stellen anderen Wohnungsunternehmen das Analysewerkzeug unter www.effin.info kostenlos zur Verfügung.