Entwurf des nationalen Netzentwicklungsplans Stromveröffentlicht

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat den ersten Entwurf des Netzentwicklungsplans der Übertragungsnetzbetreiber veröffentlicht. Die Grundlage des Plans bildet der von der BNetzA Ende 2011 genehmigte Szenariorahmen. Die Konsultation zum Plan wird sechs Wochen betragen und am 10. Juli 2012 auslaufen.

30. Mai 2012

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sieht eigenen Angaben zufolge in dem Entwurf des nationalen Netzentwicklungsplans Strom der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) einen wichtigen Schritt beim Ausbau der erneuerbaren Energien und dem damit einhergehenden Netzausbau. »Der heute vorgestellte Netzentwicklungsplan der Übertragungsnetzbetreiber ist wichtig, damit der Ausbau der erneuerbaren Energien mit dem damit notwendigen Netzausbau synchronisiert werden kann. Der BDEW wird sich konstruktiv an dem Konsultationsverfahren beteiligen«, so Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des BDEW. Der Entwurf enthält alle Maßnahmen, die aus Sicht der ÜNB innerhalb der nächsten zehn Jahre für ein sicheres Übertragungsnetz erforderlich sind.

»Es liegt an der Politik, das Thema Netzausbau schnell auf den Weg zu bringen, damit dieses nicht mit in den nächsten Wahlkampf hineingezogen wird«, so Müller weiter. Persönliche Interessen müssten beim dringend notwendigen Netzausbau soweit es geht zurückstehen. Der frühzeitige Dialog mit den Bürgern dürfe daher nicht vernachlässigt werden, betonte Müller.

Nach Beendigung der Konsultation sollen die eingegangenen Stellungnahmen entsprechend Berücksichtigung im Netzentwicklungsplan finden. Darüber hinaus werden sämtliche Stellungnahmen an die BNetzA übergeben werden. Bei ihr liegt letztendlich die Entscheidung, ob und in welcher Form die eingegangenen Stellungnahmen Berücksichtigung im Plan finden.

Der von der BNetzA bestätigte Netzentwicklungsplan wird als Entwurf für ein Bundesbedarfsplangesetz der Bundesregierung vorgelegt. Die dann vom Bundestag beschlossenen Trassen gelten schließlich in den nachfolgenden Genehmigungsverfahren als energiewirtschaftlich notwendig und fallen unter den vordringlichen Bedarf.