HEIZEN

Erdgas behauptet Spitzenposition im Wärmemarkt

Hausbesitzer setzen bei der Wärmeerzeugung weiterhin auf Erdgas. Das geht laut Zukunft Erdgas aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor.

14. Mai 2019
Gaszähler
(Bild: VolkerR/Adobe.stock.com)

Demnach waren mit einem Anteil von 37 Prozent Gaslösungen bei 2018 in Deutschland genehmigten Gebäuden erneut das beliebteste Heizsystem. „Ob Gasbrennwert oder Brennstoffzelle, der Wechsel zu Gasheizungen spart tonnenweise CO2 ein. Und je grüner das Gas wird, desto grüner wird auch geheizt. Damit ist Erdgas ein echter Trumpf in der Wärmewende“, erklärt Timm Kehler von der Brancheninitiative Zukunft Erdgas.

Weniger CO2 im Gebäudesektor

Gegenüber 1990 hat der Gebäudebereich seine CO2-Emissionen bereits um 44 Prozent reduziert. Er ist damit den Angaben zufolge der einzige Sektor, der das Klimaziel für 2020 nicht nur vorzeitig erreicht, sondern sogar übererfüllt hat. Bis 2030 soll der Ausstoß weiter sinken, laut aktuellem Entwurf des Klimaschutzgesetzes auf minus 67 Prozent.

Von den mehr als 732.000 im Jahr 2018 installierten Wärmeerzeugern waren drei von vier Gasheizungen, wie Zahlen des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie belegen, so Zukunft Erdgas.

„Mit der Entscheidung für Erdgas nehmen Hausbesitzer die Wärmewende selbst in die Hand: weil es emissionsarm ist und klimaneutral kann, und weil es sich optimal mit den Erneuerbaren kombinieren lässt, beispielsweise mit Solarthermie“, erklärt Kehler.

Aber auch hocheffiziente Technik wie die Brennstoffzelle trägt zur Senkung des CO2-Ausstoßes bei. So sparen auf Gas basierende Brennstoffzellengeräte, die neben Wärme auch Strom erzeugen, gegenüber einer alten Gasheizung knapp 70 Prozent der CO2-Emissionen ein.

Bestandsanlagen

Laut Zukunft Erdgas sind knapp 13 Millionen Heizungen in Deutschland veraltet. Das muss nach Kehlers Worten die Politik anpacken und ein Förderregime etablieren, das die Gebäudesanierung an der erzielten CO2-Reduktion ausrichtet. Denn dann wird der Heizungstausch als günstigste verfügbare Modernisierungsmaßnahme zum Selbstläufer, so Kehler abschließend.

Weniger Treibhausgase bundesweit

Deutschlandweit wurden 2018 4,2 Prozent weniger Treibhausgasemissionen ausgestoßen als 2017. Das ergab Anfang April eine Schätzung des Umweltbundesamtes. Hier die Details zum Nachlesen.