Erdgas: Positive Aussichten

Markt
29. November 2016

Berechnungen des BDEW zufolge ist der Erdgasverbrauch in Deutschland in den ersten drei Quartalen um 6,5 Prozent auf 663,4 Milliarden kWh gestiegen. Hauptursache war der erhöhte Einsatz von Erdgas zur Stromerzeugung, so der Verband. »Der Anteil von Erdgas an der Stromerzeugung in Deutschland nahm von Januar bis September 2016 um 2,8Prozentpunkte auf 11,7 Prozent zu (Q1-Q3 2015: 8,9 Prozent)«, so der BDEW.

Beim Stromverbrauch zeichnet sich den Angaben zufolge ein geringfügiger Anstieg in den ersten drei Quartalen des Jahres ab. Der Stromverbrauch stieg demnach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,4 Prozent auf 409,9 Milliarden kWh. Dieser leichte Verbrauchszuwachs ist ausschließlich auf den Schalttag zurückzuführen. Bereinigt um diesen Effekt wäre der Stromverbrauch auf Vorjahresniveau, so der BDEW.

Erdgas wird nach Berechnungen von Exxon Mobil 2030 Mineralöl von Platz eins beim Primärenergieeinsatz verdrängen und 2040 einen Anteil von 36 Prozent haben (Mineralöl: 26Prozent). »Die erneuerbaren Energien liegen dann bei 24 Prozent«, heißt es in einer Energieprognose für Deutschland bis 2040, die Exxon im Oktober veröffentlichte. Kohle kommt nur noch auf 11 Prozent. 2040 stammt Strom demnach zu 40 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Da Wind und Sonne 80 Prozent ausmachen, wird aber laut Exxon eine fossile Energiequelle zur Sicherung der Stromversorgung benötigt.

»Das wird vor allem Erdgas sein, das knapp hinter den Erneuerbaren ebenfalls zu rund 40 Prozent an der Stromerzeugung beteiligt sein wird«, heißt es. Der Bruttostromverbrauch bleibt demnach bis 2040 nahezu konstant; der Primärenergieeinsatz, um diesen Strom zu erzeugen, sinkt den Berechnungen zufolge um 40Prozent.

Erschienen in Ausgabe: 10/2016