Erdgas vor Wärmepumpe

Rund 37 Prozent der 2016 genehmigten Wohn-Neubauten wurden mit einer Wärmepumpe ausgestattet. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, so der Bundesverband Wärmepumpe. In den meisten neuen Wohnhäusern in Deutschland wird nach wie vor eine Erdgasheizung installiert.

31. Mai 2017

Erdgas hat damit den größten Marktanteil, gemessen an den Baugenehmigungen für Wohngebäude 2016. Platz zwei belegen hier den Angaben zufolge Wärmepumpen mit 37,4%.

 

Weit abgeschlagen sind Fernwärme und Fernkälte mit 7,8%, Holz mit 4,6% und Sonstige mit 3,3%. Dazu zählen unter anderem Erdölheizungen sowie Solarthermie.

 

Ein positives Fazit zieht der Verband insbesondere mit Blick auf die 2016 genehmigten Wohngebäude. Hier stieg der Wärmepumpen-Anteil auf 37,4 Prozent (+ 6,2 Prozentpunkte), so der Verband in einer Mitteilung.

 

Diese Gebäude müssen die Vorgaben der neuen Energieeinsparverordnung erfüllen, die seit dem 01.01.2016 gilt.

 

Zwar sank der Anteil von Gas-Heizungen bei genehmigten Wohngebäuden 2016 deutlich auf 47,0 Prozent (-6,3 Prozentpunkte), ihre Spitzenposition konnten sie jedoch verteidigen.

 

Marktsegemente

 

Besonders stark ist die Wärmepumpe nach Verbandsangaben im Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser (34,0 Prozent).

 

Auch bei Mehrfamilienhäusern (16,0 Prozent) und Nichtwohngebäuden (13,6 Prozent) konnten die Marktanteile gehalten werden.

 

Insgesamt wurden rund 36.500 Neubauten mit Wärmepumpen ausgestattet, etwa 2.000 mehr als im Vorjahr, so der Verband.

 

Bund ordnet Förderung neu

 

Das Bundeswirtschaftsministerium hat Mitte Mai die neue Förderstrategie Energieeffizienz und Wärme aus erneuerbaren Energien vorgelegt.

 

Sie ordnet die haushaltsfinanzierte Energieeffizienzförderung neu.

 

Die Neuregelung wurde gespannt erwartet. Spekulationen zufolge sollten moderne Erdgasheizungen künftig nicht mehr bezuschusst werden, hieß es.

 

Jetzt gibt es Klarheit. Details unter www.energiespektrum.de/173912