Erdgasverbrauch im Nordwesten niedriger

Moderne Heiztechnik als Grund.

17. März 2008

Die russische Sintez Gruppe hat nach aktuellen Verlautbarungen erfolgreich ein Angebot zur Übernahme von Aktien am russischen Energieunternehmen TGK-2 im Rahmen einer Auktion der RAO UES abgegeben. RWE beabsichtigt, von der Sintez Gruppe 51 % der zu erwerbenden Aktien zu übernehmen. RWE soll künftig laut einer vorläufigen Absichtserklärung die Mehrheit an einem noch zu bildenden Konsortium erhalten soll. Zum Unternehmen TGK-2, mit Sitz in Yaroslavl, gehören 16 Heizkraftwerke mit einer Stromkapazität von 2.600 MWel sowie einer Wärmekapazität von 12.000 MWth. Im vergangenen Jahr produzierten die Kraftwerke rund 10 Mrd. kWh Strom und 23 Mrd. kWh Wärme und erzielten dabei einen Umsatz von umgerechnet rund 600 Mio. €.

Der Erdgasverbrauch von Einfamilienhäusern in Nordwestdeutschland ist in den vergangenen zehn Jahren um 19 % zurückgegangen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, für die der Oldenburger Energiekonzern EWE gemeinsam mit dem Bremer Energie Institut 25.000 anonymisierte Datensätze mit Angaben zum Erdgasverbrauch analysierte und rund 700 Hauseigentümer befragte. Während im Jahr 1997 ein Einfamilienhaus im Ems-Weser-Gebiet durchschnittlich rund 27.400 kWh Erdgas für Heizung und Warmwasser benötigte, waren es in 2006 nur noch etwa 22.250 kWh. Wie die Studie zeigt, ist diese Entwicklung auch darauf zurückzuführen, dass sich das Wetter in den vergangenen zehn Jahren verändert hat und die Zahl der Personen, die in Einfamilienhäusern im Ems-Weser-Gebiet leben, gesunken ist. »Einen entscheidenden Beitrag zum sinkenden Verbrauchstrend haben die Hauseigentümer aber selbst geleistet. Denn viele von ihnen haben in moderne Heiztechnik investiert«, sagt Dr. Klaus-Dieter Clausnitzer, Projektleiter beim Bremer Energie Institut und Autor dieser bundesweit einmaligen Studie.