Erhöhter Energieverbrauch

Leichte Einbußen bei Kohle und Kernkraft

29. Mai 2008

Der Energieverbrauch in Deutschland hat in den ersten drei Monaten des Jahres zugelegt. Der Verbrauch an Primärenergien stieg nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) infolge der gegenüber dem Vorjahreszeitraum kühleren Witterung und der robusten konjunkturellen Entwicklung um knapp 3 %.

Zuwächse verzeichneten Mineralöl und Erdgas. Der Mineralölverbrauch stieg insgesamt um mehr als 5 %. Um rund 25 % fiel der Anstieg beim leichten Heizöl aus.

Der Absatz von Dieselkraftstoff verzeichnete von Januar bis März ein Plus von 5 %. Die übrigen Mineralölprodukte lagen dagegen im Minus. Der Erdgasverbrauch erhöhte sich im ersten Quartal wegen der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich kühleren Witterung um etwas mehr als 7 %.

Der Verbrauch an Kohlen und Kernkraft war im ersten Quartal leicht rückläufig. Der Absatz an Steinkohlen verringerte sich um gut ein Prozent infolge der geringeren Eisenerzeugung in Deutschland. Der Verbrauch an Braunkohlen nahm infolge niedrigerer Lieferungen an die Kraftwerke um 4,3 % ab. Der Beitrag der Kernenergie zur Energiebilanz lag um 1,3 % unter dem Beitrag des Vorjahres.

Die erneuerbaren Energien erhöhten ihren Beitrag zur Energiebilanz der ersten drei Monate insgesamt um knapp 6 %. Während die Wasserkraft auf dem Niveau des Vorjahres verharrte, gab es einen Zuwachs bei der Windstromerzeugung von über 11 %.

Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen weist daraufhin, dass sich der Vorjahreszeitraum durch eine sehr milde Witterung auszeichnete, und die vorliegenden Daten noch nicht für eine verlässliche Trendaussage genutzt werden können.