Erneuerbare Energien kosten Milliarden

VEA fordert: Subventionen reduzieren und marktnahe Verfahren einführen

22. September 2009

Die Subventionen für Erneuerbare Energien sprengen laut Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) alle Prognosen. Auf Deutschlands Verbraucher kämen unerwartete Mehrkosten zu. Nur durch Solarstrom würden es 7 bis 11 Mrd. € sein. Solarkraftwerke erzeugen derzeit aber nur 0,7 Prozent des deutschen Stroms.

Manfred Panitz, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der VEA, fordert die neue Bundesregierung nach der Bundestagswahl zum sofortigen Handeln auf: „Die neue Bundesregierung muss die Subventionen für Erneuerbare Energien unverzüglich senken. Sie verteuern den Strompreis, sparen aber kein Kohlendioxid. Deutschland braucht eine umweltverträgliche und bezahlbare Energieversorgung.“

Deutscher Solarstrom ist teurer als Wüstenstrom von Desertec. Mit Hilfe von Solarkraftwerken werden zurzeit rund 4,5 Mrd. kWh Strom pro Jahr erzeugt. 23 Mrd. € wurden dafür seit Mitte der neunziger Jahre investiert. Dieser Summe stehen Investitionen von 60 Mrd. € gegenüber. Sie sind laut Desertec-Plan der Versorgung Deutschlands mit Wüstenstrom zuzurechnen. Bei Desertec geht es jedoch um 100 Mrd. kWh. „Die Kosten für Desertec könnten sich vervielfachen. Dennoch würde der Aufwand für Wüstenstrom immer noch weit hinter dem Aufwand für die Förderung von Photovoltaik in Deutschland liegen“, stellt Manfred Panitz fest.