Erste Monopiles für Arkona

Der Offshore-Windpark Arkona in der deutschen Ostsee startet in die Bauphase. Das erste Gründungsfundament der Windturbinen steht, so E.on.

24. August 2017

Insgesamt 60 sogenannte Monopfähle werden für den Windpark Arkona installiert, bevor darauf die Verbindungsstücke, Türme und Turbinen montiert werden. Die Fundamente für das gemeinsame Umspannwerk mit dem Netzbetreiber 50Hertz hat man Ende Juli installiert.

Für den Transport in das Baufeld werden die Monopfähle an beiden Enden verschlossen, zu Wasser gelassen und schwimmend in das Baufeld transportiert. Das Schwerlast-Kranschiff Svanen treibt dort die maximal 81 Meter langen Monopfähle mit Hammerschlägen bis zu 40 Meter tief in den Meeresboden, bei Wassertiefen von 23 bis 37 Meter.

Schallschutz und Korrosionsschutz

Ein modernes Schallschutzsystem stellt sicher, dass die Geräusche bei diesen Arbeiten für die Meeresfauna minimiert werden, teilt der Energieversorger weiter mit.

Mit Beginn der Bauphase arbeiten 400 Menschen für das Projekt Arkona. In der Spitze werden es 600 Mitarbeiter sein. Basishafen für das Projekt und den späteren Betrieb ist der Mukran Port in Sassnitz auf der Insel Rügen.

Mit den Stahlfundamenten führt E.on auch eigenen Angaben zufolge eine Innovation für den Umweltschutz bei Offshore-Windparks ein. Gemeinsam mit Partnerunternehmen habe man eine neue Technologie für den Korrosionsschutz entwickelt und setze diesen jetzt als erstes Offshore-Unternehmen ein, so das Unternehmen.

Das Projekt Arkona liegt 35 Kilometer nordöstlich von der Insel Rügen. Der Windpark wird über eine Leistung von 385 Megawatt (MW) verfügen und kann rechnerisch ab 2019 bis zu 400.000 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgen.

Installiert werden 60 Turbinen der Sechs-Megawatt-Klasse des Herstellers Siemens. Arkona ist ein Joint Venture des deutschen Energieversorgers mit dem norwegischen Energieunternehmen Statoil.