Erster Elektro-Roadster in Europa ausgeliefert

Juwi betont Kombination mit Erneuerbaren.

26. November 2008

In Berlin ist kürzlich der erste in Europa ausgelieferte Elektro-Roadster ›Tesla‹ präsentiert worden. Besitzer des kalifornischen Elektro-Sportwagens, der mit Strom aus einfachen Lithium-Ionen-Akkus in weniger als vier Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigt und eine Reichweite von fast 400 km hat, ist Matthias Willenbacher. Er ist Gründer und Vorstand der juwi-Gruppe, Projektentwickler von Windkraft-, Solar- und Bioenergieanlagen. »Elektromobilität muss die Verkehrssysteme der Zukunft prägen, doch das alleine reicht nicht. Wenn die Emissionen vom Auspuff einfach zum Kohlekraftwerk verlagert werden, dann haben wir mit Blick auf die Klimakatastrophe nichts gewonnen. Elektromobilität macht nur Sinn, wenn der Strom aus erneuerbaren und damit sauberen Energieträgern kommt – zum Beispiel aus Wind-, und Sonnenenergie «, so Willenbacher. Juwi will nach eigenen Angaben so schnell wie möglich den über 80 Wagen umfassenden Firmen-Fuhrpark auf Elektrofahrzeuge verschiedener Hersteller umstellen. Willenbacher verweist auf eine weitere wichtige Funktion von Elektroautos: »Sie dienen auch als intelligente Stromspeicher. Elektrofahrzeuge werden zum Aufladen der Batterie üblicherweise nachts an die Steckdose gesteckt, so dass sie etwaige Überschüsse an Windstrom aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben können«.