Erstes JI-Projekt weltweit registriert

Positive Auswirkung auf die Reduzierung von CO2-Emissionen

23. April 2007

Nach der Prüfung durch den TÜV Süd wurde das, nach eigenen Angaben, weltweit erste Joint-Implementation-Projekt erfolgreich bei den Vereinten Nationen registriert. Im Rahmen des Kyoto-Protokolls beschreibt der Joint-Implementation-Prozess die Umsetzung von Klimaschutzprojekten in Industrieländern. Der Abschluss des ersten JI-Projekts wird sich nach Ansicht der Experten von TÜV Süd positiv auf die weitere Reduzierung von CO2-Emissionen auswirken.

Im Rahmen des von TÜV Süd begleiteten JI-Projekts wird die Zementproduktion des ukrainischen Unternehmens Podilsky Cement auf einen moderneren und weniger energieintensiven Prozess umgestellt. „Die Zementproduktion ist grundsätzlich sehr energieintensiv und führt zum Ausstoß einer großen Menge von CO2“, erklärt Werner Betzenbichler, Leiter der Abteilung Carbon Management Services bei TÜV Süd Industrie Service.

Durch die Umstellung des in der Ukraine üblichen und bisher in der Anlage in Podilsky angewendeten feuchten Produktionsprozesses auf ein modernes trockenes Produktionsverfahren wird der Energieverbrauch für die Trocknung des Zementschlammes in Zukunft um 53 % reduziert. Da für die Trocknung fossile Brennstoffe eingesetzt werden, führt die Umstellung der Produktion zu einer Senkung des CO2-Ausstoßes um durchschnittlich 755.851 t pro Jahr. Während der gesamten Laufzeit des Projekts von 2008 bis 2012 werden über 3 Mio. t an CO2 eingespart. Die dadurch erzielten Emissions Reductions Units (ERU) - die Währung des Kyoto-Protokolls - erhält das irische Unternehmen, das die finanziellen Mittel für das Projekt bereitgestellt hat.