EU investiert in LNG-Infrastruktur

Das Jungunternehmen Liquind erschließt mit weiteren EU-Fördermitteln zehn neue LNG-Standorte. Neue Terminals für verflüssigtes Erdgas sollen in Hamburg, Berlin, Frankfurt sowie entlang wichtiger deutscher Wasserstraßen entstehen, so das Unternehmen.

20. April 2018

Liquind erhält nach eigenen Angaben knapp 3,3 Mio. Euro Fördergeld aus dem CEF-Programm der EU-Kommission.

 

Insgesamt beläuft sich das Projekt zur deutlichen Verbesserung der LNG-Verteilnetzinfrastruktur auf 16,4 Mio. Euro, heißt es.

 

LNG für Binnenschiffe und LKW

 

„Die bereits in der Planung befindlichen Tankstellen und Umschlag-Hubs in Duisburg und Mannheim nehmen voraussichtlich Ende des Jahres ihren Betrieb auf“, so Liquind in einer Unternehmensmitteilung.

  

Liquind hat ein Konzept entworfen, um LNG zur Diesel-Alternative im Transportsektor zu machen.

 

Lücke zwischen LNG-Import und Endkunde

  

Mit einer nutzeroffenen Verteilinfrastruktur will das Unternehmen die Lücke zwischen LNG-Import und der Abnahme durch Endkunden aus der Binnenschifffahrt und dem LKW-Verkehr in Deutschland schließen, heißt es.

 

Das Ziel der Unternehmensgründer ist es, LNG in Deutschland für die Verwendung als Substitutionstreibstoff zu Diesel verfügbar zu machen, um neben Geräusch-, Feinstaub- und NOx-Emissionen auch den CO2-Ausstoß des Schwerlastverkehrs und der Binnenschifffahrt nachhaltig zu reduzieren.

 

Flächendeckendes Verteilnetz

 

„Liquind baut europaweit eine flächendeckende Verteilinfrastruktur für LNG auf“, so das Unternehmen. Der Fokus liege auf der Versorgung kontinentaler Binnenmärkte durch den Aufbau eines Netzwerks von Distributionsterminals und Abgabestellen an Endkunden.

 

„Daher sorgen wir entlang der großen deutschen Wasserstraßen für den Bau von Distributionslagern, die den Einsatz von LNG als Treibstoff auf den Bundeswasserstraßen ermöglichen“, so Liquind.

 

Ausgehend von diesen Hubs beliefere das Unternehmen die Knotenpunkte des Straßenverkehrs.