Explorationsbohrung in Bayern

22. April 2007

ERDGAS Die OMV bohrt seit Jahresbeginn auf der Bohrstelle Kempten 1 im Oberallgäu nach Erdgas. Der österreichische Öl- und Gaskonzern hat 2003 einen Anteil von 45 % an Konzessionen mit einer Gesamtfläche von über 4.500 km2 in Bayern erworben und zeichnet als Betriebsführer in einem Joint Operation Agreement mit MND Exploration & Prod. Ltd und Gaz de France Prod. Exp. Deutschland GmbH, deren Anteil 30 bzw. 25 % beträgt, verantwortlich.

3D-Seismik-Messungen, die 2005 durchgeführt wurden, weisen auf die Möglichkeit eines Erdgas-Vorkommens in einer Teufe (bergmännische Bezeichnung für die Tiefe einer Bohrung) von rund 3.800 m hin. Die maximale Endteufe von 4.511 m soll in den nächsten zwei Monaten erreicht werden. Aussagen, ob das Unternehmen tatsächlich auf ein Öl- oder Gasvorkommen stoßen wird, können zum gegebenen Zeitpunkt nicht getätigt werden.

Gebohrt wird mit einer der, nach Unternehmensangaben, modernsten Landbohranlagen Europas, die so genannte T-208 der KCA Deutag, einer Tochtergesellschaft der Abbot Group plc., die weltweit Öl- und Gasbohrungen durchführt. Sie wurde in Deutschland (Bad Bentheim) gefertigt und kam im Frühjahr 2006 bei OMV-Bohrungen in Österreich erstmals zum Einsatz. Die Bohranlage zeichnet sich durch ihre Modulbauweise aus. Die T-208 ist mit einem umfangreichen Lärmschutz ausgerüstet und erfüllt somit die neuesten Umweltstandards. Dies ermöglicht auch den Einsatz in ökologisch sensiblen Gebieten.

Erschienen in Ausgabe: 03/2007