Farbwechsel nach Wunsch

<strong>Beleuchtung</strong> Sparsame Lichtquellen spielen eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Energieeffizienz. Düsseldorf hat kürzlich bereits den zweiten Straßenzug mit lichtemittierenden Dioden (LE D) ausgestattet.

19. August 2008

Vorreiter des Projektes war der Fleher Deich im Süden Düsseldorfs, der im Dezember 2007 von den dortigen Stadtwerken zusammen mit dem Amt für Verkehrsmanagement und der Fachhochschule Südwestfalen die neue Beleuchtung erhielt. Weitere Projekte in diesem Bereich sollen in Kürze folgen, so die Versorger.

Mit den vielfältigen Möglichkeiten, diese Leuchten im Fahrzeug- und Flugzeugbau, aber auch in der Haus- und der Beleuchtungstechnik energiesparend einzusetzen, beschäftigt sich das Kompetenz-Netzwerk LED der EnergieAgentur. NRW. »Ziel ist es, dieser Zukunftstechnologie den Weg von der Forschung in den Markt zu ebnen«, erläutert Netzwerkbetreuerin Sabine Michelatsch. »Die Umsetzung solcher Projekte hilft, die Vorreiterrolle Nordrhein-Westfalens im Bereich der LED-Technologie weiter auszubauen«, so Michelatsch weiter. Für das Pilotprojekt wählten die Stadtwerke eine nicht zu stark frequentierte Straße aus, um verschiedene lichttechnische Messungen und Einstellungen zur Optimierung der Anlage durchführen zu können. Zurzeit wird der Einsatz der LED-Technik vornehmlich unter dem Aspekt der Energieeffizienz betrachtet.

Kaum noch Lichtsmog

Zunächst sind weiße LED im Einsatz. Möglich sind jedoch alle Farbnuancen von Weiß bis Gelb. Denkbar ist etwa die gesonderte Kennzeichnung eines Weges mit gelbem Licht für die Straße und weißem Licht für den Gehweg. Die Anlage am Fleher Deich ist mit Informationsträgern ausgestattet. Je nach Wunsch, können sie durch den Einsatz von RGB(Rot, Grün, Blau)-Dioden via Fernsteuerung farblich angepasst werden.

Die LED-Leuchten erreichen laut den Stadtwerken Düsseldorf eine DIN-gerechte Ausleuchtung mit einer überdurchschnittlichen gleichmäßigen Lichtverteilung. Ein weiterer Vorteil ist, dass die 25 einzelnen LED jeder Leuchte auf den auszuleuchtenden Bereich – hier die Straße – eingestellt werden können. Durch diese Maßnahme entsteht kaum Lichtsmog.

Jede Leuchtdiode ist über einen Mikroprozessor fernsteuer- und dimmbar. Hierdurch können intelligente Regelungskonzepte der Straßenbeleuchtung in Abhängigkeit vom Verkehrsaufkommen umgesetzt werden. Dies erschließt weitere Energieeinsparmöglichkeiten und die Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Jede Leuchte besitzt eine installierte Leistung von je rund 36 Watt (beim Einsatz normaler elektrischer Leuchten wären 70-Watt-Lampen notwendig).

Vergleicht man beim Pilotprojekt Fleher Deich die DIN-gerechte Beleuchtung zwischen Gas- bzw. LED-Technik, so sind Kosteneinsparungen von etwa 1.800 € pro Jahr und eine jährliche CO2-Reduzierung von bis zu 8,6 t möglich.

Uwe H. Burghardt

Erschienen in Ausgabe: 7-8/2008