STROMNETZ

Flexibilität ist alles

Die Plattform Enera Markt ist in Betrieb gegangen. Es handelt sich den Angaben zufolge um den deutschlandweit ersten börsengestützten Flexibilitätsmarkt für Netzengpassmanagement.

11. Februar 2019
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(Bild: Oliver Boehmer/bluedesign/fotolia.de)

Avacon Netz, EWE Netz und Tennet haben gemeinsam mit dem Enera-Konsortialführer EWE AG auf der Strombörse EPEX Spot einen Marktplatz für kurzfristige Flexibilitätsdienstleistungen im Rahmen des Sinteg-Forschungsprogramms („Schaufenster intelligente Energie “) entwickelt.

Redispatch

Aufgrund des verbrauchsfernen Zubaus von Windkraftanlagen im Norden bezogen auf die Absatzschwerpunkte im Süden kommt es im Zuge der Energiewende vermehrt zu Engpasssituationen auf allen Spannungsebenen.

Das verursacht hohe Kosten für netzstabilisierende Maßnahmen, wie das Einspeisemanagement und den Redispatch. „So waren im Jahr 2017 etwa 5.518 GWh von Einspeisemanagement-Maßnahmen betroffen, die Kosten hierfür beliefen sich auf 610 Mio EUR“, so die Unternehmen in einer Mitteilung. Dies gilt insbesondere für das Übertragungsnetz, tritt zunehmend aber auch im Verteilnetz auf. 

Vor diesem Hintergrund demonstrieren die Unternehmen im Projekt Enera, dass ein freiwilliges marktwirtschaftliches Instrument prognostizierte Engpasssituationen im Netz vermeiden kann, heißt es. Dies soll durch die bessere Abstimmung von Erzeugung und Verbrauch unter Berücksichtigung lokaler Flexibilitätspotenziale erfolgen.

Neben anderen Anbietern lokaler Flexibilitätsdienstleistung konnte der Automobilhersteller Audi gewonnen werden, der mit seiner Power-to-Gas Anlage (P2G) im niedersächsischen Werlte am Enera-Flexibilitätsmarkt teilnimmt. Weitere Teilnehmer in der Startphase sind Alpiq, BayWa r.e., EWE Trading, Quadra Energy und Statkraft Markets.

Sinteg

Voriges Jahr stellte energiespektrum die bundesweiten Sinteg-Projekte im Detail vor. Hier der Beitrag zum Nachlesen.