Flexible Wärme für Heidelberg

Heidelberg setzt bei der Energiewende vor Ort auf mehr Flexibilität. Basis dafür ist ein neuer Wärmespeicher. Der Bau hat begonnen. Am 17. Juli fand der Spatenstich für den Energie- und Zukunftsspeicher auf dem Werksgelände der Stadtwerke Heidelberg statt.

26. Juli 2017

„Unsere Stadtwerke Heidelberg sind uns ein wichtiger Partner, um die Energiewende zu leisten und unsere anspruchsvollen Klimaschutz-Ziele zu erreichen. Mit dem Tag heute haben wir einen neuen Meilenstein in unserem Masterplan 100 Prozent Klimaschutz erreicht“, betonte Heidelbergs Oberbürgermeister Professor Eckart Würzner in seiner Rede.

Nach dem Holz-Heizkraftwerk, seit 2014 in Betrieb, stellt der Energie- und Zukunftsspeicher die zweitgrößte Investition der Stadtwerke Heidelberg für die Energiewende im Rahmen ihrer Energiekonzeption 2020/2030 dar.

„Mit der neuen Anlage können wir den Anteil erneuerbarer Energien weiter erhöhen, denn wir speichern darin Wärme aus dem Holz-Heizkraftwerk und in Zukunft auch aus weiteren erneuerbaren Energien. Gleichzeitig reduzieren wir den Gas- und Öleinsatz in den Spitzenheizwerken“, so Michael Teigeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Energie und zuständig für die Energiekonzeption 2020/2030 des Unternehmens.

„Und gut für unsere Kunden: Wir optimieren unsere Beschaffung, indem wir den Wärmebezug zeitlich flexibler gestalten. Das erhöht die Versorgungsicherheit und wirkt preisstabilisierend.“

100 Prozent Klimaschutz

Bei dem 55 Meter hohen Gebäude handelt es sich um einen sogenannten Zweizonenspeicher mit einem Bruttovolumen von 20.000 Kubikmetern und einem Nettovolumen von 12.800 Kubikmetern. Er soll für ein flexibleres, nachhaltigeres Energiesystem sorgen.

Die Kosten der Anlage, die Ende 2019 in Betrieb gehen soll, belaufen sich auf etwa 10 Millionen Euro.

 

IBA-Projekt

Der Energie- und Zukunftsspeicher wurde jüngst auch als Projekt der Internationalen Bauausstellung (IBA) ausgezeichnet. Die IBA Heidelberg erschließt zehn Jahre lang die Potenziale Heidelbergs als Wissensstadt der Zukunft.