Forscher berechnen windreichste Gegenden Europas

Wo weht genug Wind für einen Windpark? Wissenschaftler der Universität Oldenburg im Zentrum für Windenergieforschung (ForWind) und des Fraunhofer-Instituts für Windenergiesysteme IWES berechnen in Zusammenarbeit mit ihren europäischen Kollegen die windreichsten Gegenden Europas.

06. September 2018

Die umfangreichen Simulationen im Rahmen des internationalen Forschungsprojektes NEWA (Neuer Europäischer Windatlas) sind kürzlich gestartet. Der Atlas soll ein genaues Bild des europäischen Windenergiepotenzials zeichnen und bei der Suche nach optimalen Standorten für neue Windparks helfen.

Insgesamt sind Forscher aus acht Ländern beteiligt. Der Atlas soll seinen mittlerweile fast 30 Jahre alten Vorgänger ersetzen. 

Mithilfe eines Wettermodells simulieren die Forscher die Windverhältnisse der zurückliegenden 30 Jahre über ganz Europa – auf drei Kilometer genau. Auf dem europäischen Großrechner »MareNostrum« in Barcelona werden die Berechnungen voraussichtlich sechs Monate dauern – ein normaler PC würde etwa 1.600 Jahre rechnen.

 »Mit dem Start der Berechnungen zum Windatlas haben wir einen Meilenstein im NEWA-Projekt erreicht. Dies ist das Ergebnis umfangreicher Vorarbeiten, in denen wir viele verschiedene Modelleinstellungen getestet und mit Messdaten verglichen haben«, sagt ForWind-Wissenschaftler Dr. Björn Witha, der auf deutscher Seite maßgeblich an den Simulationen beteiligt ist.

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