Frischer Wind für die Regelenergie

Die Bundesnetzagentur hat neue Ausschreibungsbedingungen für den Regelenergiemarkt veröffentlicht und unter anderem den Markt damit auch für die Windenergie geöffnet.

07. Juli 2017

Der Bundesverband Windenergie begrüßt die neuen Bedingungen für Sekundärregelleistung und Minutenreserve. „Die Bundesnetzagentur ist einen ersten wichtigen Schritt gegangen. Weitere Schritte müssen nun folgen“, fordert Hermann Albers. „Insbesondere begrüßen wir die kalendertägliche Ausschreibung, die Ausnahmen von der Mindestangebotsgröße von 5 MW und die Möglichkeit der regelzonenübergreifenden Besicherung.“

Kürzere Produktlängen gefordert

Der BWE fordert für eine gute Integration fluktuierender Erzeuger noch kürzere Produktlängen, die Viertelstundenprodukte bei der Minutenreservearbeit einschließen.

Und schließlich sei ein regelzonenübergreifendes Pooling erforderlich, damit regional unterschiedliche Wetterbedingungen genutzt werden können.

Anpassungen für Primärregelleistung

Die Ausschreibungsbedingungen müssten zudem auch für Primärregelleistung überarbeitet werden. Unter anderem müsse eine getrennte Ausschreibung von negativer und positiver Regelleistung stattfinden. Zudem müssen auch hier stündliche Produktlängen und kalendertägliche Ausschreibungen eingeführt werden.

Die von der Bundesnetzagentur veröffentlichten neuen Ausschreibungsbedingungen sind hier auf den Seiten der Bundesnetzagentur  zu Minutenreserve und Sekundärregelleistung verfügbar.