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Für die Zeit nach der EEG-Förderung

Wegen der unsicheren Einnahmen aus der Stromvermarktung im Day-Ahead-Markt suchen Betreiber von Altanlagen und die Errichter von neuen Anlagen ohne staatliche Förderung neue Mittel und Wege, wie sie das Strompreisrisiko reduzieren können. Jetzt haben zwei Unternehmen eine zentrale Vermarktungsplattform für Erneuerbare in Deutschland und Europa vorgestellt.

08. Oktober 2018

ANE Arge Netz Energie und Green Energy Systems (GESY) verschmelzen rückwirkend zum 30.06.2018 zu einer der größten unabhängigen Vermarktungsplattformen erneuerbarer Energien in Deutschland und Europa, so die Unternehmen in einer Mitteilung.

 

ANE verfügt den Angaben zufolge über eine Leistung von 8.000 Megawatt aus Wind, Solar, Biomasse, Speicherlösungen und Verbrauchern.

 

Lösungen für die Zeit nach der EEG-Förderung

 

„Als unabhängige, erneuerbare Energieerzeuger setzen wir Maßstäbe für die künftige Energieversorgung. Mit dem Zusammenschluss können wir deutlich mehr Verantwortung für das gesamte Energiesystem übernehmen und fossile Kraftwerke schrittweise ersetzen“, so die Unternehmen.

 

Man wolle die Chancen der Digitalisierung und Sektorenkopplung gemeinsam nutzen und Lösungen für die Zeit nach der EEG-Förderung anbieten. „Daher organisieren wir die Versorgung mit erneuerbarer Energie auf breiter Basis gemeinsam“, heißt es.

 

ANE Arge Netz Energie ist eine Tochtergesellschaft von Arge Netz. Sie vermarktet und veredelt erneuerbare Energien digitalisiert in Echtzeit.

 

Hinter Arge Netz stehen den Angaben zufolge 352 Gesellschaften der Erneuerbaren-Branche mit Schwerpunkt in Norddeutschland. GESY vertritt 14 Erneuerbare Unternehmen aus ganz Deutschland und Österreich.

 

Power Purchase Agreement

 

Aufgrund der unsicheren Einnahmen aus der Stromvermarktung im Day-Ahead-Markt befassen sich die Betreiber von Altanlagen und die Errichter von neuen Anlagen ohne staatliche Förderung zwangsläufig mit der Frage, wie das Strompreisrisiko reduziert werden kann.

 

Bilaterale Lieferverträge

 

Besondere Aufmerksamkeit genießen sogenannte Utility oder Corporate Power Purchase Agreements, also bilaterale mittel- bis langfristige Lieferverträge für Strom aus erneuerbaren Energien, die direkt zwischen einem Betreiber und einem Energieversorger oder einem industriellen Großverbraucher geschlossen werden.

 

Fixierte Strompreise

 

Durch sie werden Strompreise über die Laufzeit fixiert beziehungsweise Preisanpassungsklauseln unterworfen.

 

„Mit einem solchen PPA wird für dessen Laufzeit die Einnahmenseite kalkulierbar, was eine Projektfinanzierung oder auch eine Einbindung von Eigenkapital institutioneller Investoren oft erst ermöglicht“, heißt es in einem Whitepaper von KPMG, das jüngst erschien.

 

Dieser Link führt Sie zur KPMG-Website mit dem Whitepaper „Power Purchase Agreements – frischer Wind in den Rotoren“ zum Download.