Fuhrpark testet den Lade-Ernstfall

Aus dem Flottenbetrieb Erkenntnisse für das Stromnetz gewinnen – das möchte das gemeinsame Forschungsprojekt Fleets at Grid von der TU Braunschweig und BS Energy. Mit 85 alternativ angetriebenen Fahrzeugen verfügt der Braunschweiger Energieversorger eigenen Angaben zufolge über einen der größten alternativen Firmenfuhrparks in Niedersachsen.

24. April 2018

Das gemeinsame Projekt  solle Erkenntnisse darüber liefern, welche Herausforderungen sich durch die steigende Anzahl an E-Fahrzeugen für die Ladeinfrastruktur und das Stromnetz ergeben und wie diese bewältigt werden können.

Der Fuhrpark von BS Energy und dessen Nutzung durch die Mitarbeiter stellen die Datenbasis für die Auswertung von Fahrzeugstatistiken, CO2-Emissionen, Fahrverhalten und Ladeprofilen dar.

Versuchsanlage mit 53 Ladepunkten

Eine der wichtigsten Fragen für den Ausbau von Elektromobilität in Städten, ist die nach der notwendigen Ladeinfrastruktur. Ein Teilprojekt soll am Beispiel von Braunschweig analysieren, wann und wo, wieviel und welche Ladetechnik benötigt wird.

Darauf aufbauend werden mit einer neu errichteten Versuchsanlage auf dem Betriebsgelände von BS Energy Simulationen für einzelne Stadtteile, Wohnbaugebiete und letztlich das ganze Stadtgebiet erstellt. Die Versuchanlage hat aktuell 53 Ladepunkte. Aus den Simulationen erhofft sich der Energieversorger Erkenntnisse zur Belastung des Stromnetzes beim Laden von E-Autos zu gewinnen.

Paul Anfang, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von BS Energy: „Die Ergebnisse der Forschungsarbeit können Grundlage für die Bauleitplanung der Stadt zum Ausbau von Ladeinfrastruktur in Braunschweig sein und für BS Energy die Grundlage für eine Netzentwicklungsstrategie.“

Ein Ziel ist unter anderem, die Entwicklungen auf dem Gebiet von Elektromobilität und Ladetechnik in die Unternehmensstrategie einfließen zu lassen, so der Energieversorger. „Elektromobilität ist ein Kernstück einer künftigen Smart City Braunschweig“, so Anfang.