Gas statt Kohle

EnBW hat MAN mit dem Bau eines 30 MW Gasmotorenkraftwerks mit Kraft-Wärme-Kopplung in Stuttgart beauftragt. Das bestehende Kohlekraftwerk im Stadtteil Gaisburg wird stillgelegt.

31. Januar 2017

Das Kraftwerk wird mit drei Gasmotoren vom Typ 20V35/44G betrieben und zusätzlich zur elektrischen Leistung auch bis zu 30 MW Fernwärme bereitstellen, so MAN.

»Mit einem Gesamtwirkungsgrad bis zu 90 Prozent ist die Anlage besonders effizient in der Brennstoffausnutzung«, heißt es in einer MAN-Projektbeschreibung.

Das Kraftwerksprojekt ist Teil der umfassenden Modernisierung des EnBW-Standortes Stuttgart-Gaisburg. Neben der KWK-Anlage wird EnBW auch einen Wärmespeicher sowie eine Kesselanlage mit bis zu 210MW Wärmeleistung zur Spitzen- und Reserveabdeckung errichten, so MAN.

Die neuen Anlagen sollen Ende 2018 den Betrieb aufnehmen. Die Modernisierung wird die CO2-Emissionen am Standort um bis zu 60.000 Tonnen pro Jahr senken, heißt es.

Die endgültige Entscheidung für die Realisierung konnte den Angaben zufolge erst nach Vorliegen der Genehmigung und Klärung der KWK-Gesetzgebung durch die Bundesregierung und die Europäische Kommission erfolgen.

»Große Gasmotorenkraftwerke sind auf dem deutschen Markt eine noch junge Technologie, die gerade bei einem hohen Anteil an erneuerbaren Energien entscheidende Vorteile für die Betreiber bietet«, so Tilman Tütken von MAN.

»In Gaisburg kommt unser modulares Kraftwerkskonzept für Kraft-Wärme-gekoppelte Anlagen zur Anwendung. Das Konzept arbeitet nach dem Baukastenprinzip und ist von 7 MW an beliebig skalierbar.«