Gaspipeline Gazelle in Betrieb

In Primda, Tschechien, ist die Gaspipeline Gazelle offiziell in Betrieb genommen worden. Damit ist nun der ›neue Nordweg‹ für den Transport von Erdgas nach Westeuropa frei.

14. Januar 2013

Der Bau der Gaspipeline ist sowohl für die tschechische Republik als auch für Europa von großer strategischer Bedeutung. Dies unterstrichen auch die Ehrengäste vor Ort: Der Ministerpräsident der Tschechischen Republik Petr Necas, Anne Ruth Herkes, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und Anatolij Borisovitch Janovskij, Staatssekretär im Ministerium für Energie der Russischen Föderation nahmen die Leitung gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzende der RWE AG Peter Terium und dem Geschäftsführer der Net4Gas Thomas Kleefuß in Betrieb.

Die Pipeline trägt zur Diversifizierung der Gasquellen und der Stärkung der Versorgungssicherheit der Tschechischen Republik und der Europäischen Union bei. Sie knüpft im nordböhmischen Brandov/Brandau an die Nord-Stream-Leitung (Ostsee) und die Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung (OPAL) an und ist durch den Verteilknoten Primda, an der Grenzübergabestation Rozvadov-Waidhaus mit dem Gasfernleitungsnetz MEGAL verbunden, welches den Süden Deutschlands und Frankreich versorgt.