Gaspreise weiterhin auf niedrigem Preisniveau

Marktnews KW 2/2016

Nachdem sich die Gaspreise bis Weihnachten kontinuierlich nach unten bewegt hatten, setzte in der Folge eine Korrekturbewegung ein, die den signifikanten Abwärtstrend anhielt.

12. Januar 2016

Seit dieser kleineren Aufwärtsbewegung sind die Preise nun erneut gefallen und notieren weiterhin in einem historischen Tiefpreisbereich.

Winterliche Temperaturen prägen die Preise

In weiten Teilen Nord- und Ostdeutschlands sorgte der erste Wintereinbruch bereits Ende 2015 für eine gesteigerte Gasnachfrage. Nun weisen die aktuellen Wetterprognosen Dauerfrost für ganz Deutschland in den nächsten Tagen aus. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer anhaltenden winterlichen Phase bis Ende Januar. Ein Preis stützender Effekt dürfte sich hieraus in jedem Fall ergeben. Demgegenüber ergeben sich aus dem Ölmarkt eher Preis senkende Effekte für den Gasmarkt.

Ölmarkt weiterhin bearish

Nach wie vor ist der Ölmarkt überversorgt, da die tägliche Produktionsmenge ungekürzt bleibt und die wirtschaftlichen Meldungen (v.a. aus China) keine Verbesserung der Nachfragesituation erkennen lassen. Brent Crude Oil startete heute im europäischen Handel nur knapp über 30$/barrel. Erste Banken haben in der Zwischenzeit die Preiserwartung von 2016 nach unten korrigiert: zu lesen sind bereits Werte von 20$/barrel oder gar 10$/barrel.

2. Winterhälfte mit vollen Speichern gestartet (gem. GSE)

Mit 72% (16.005mcm) verfügen die dt. Speicher über einen Füllstand, der über oder auf den Niveaus der letztjährigen Füllstände liegt. In den letzten Tagen wurde analog der temperaturbedingten Nachfrage ausgespeichert, seit Jahresbeginn knapp 700mcm. Auf EUEbene sind die Speicher zu 65% (58.971mcm) gefüllt.

Die Marktnews aus dem GVS Chart-Telegramm KW 2/2016 wurden erstellt durch die GasVersorgung Süddeutschland GmbH.