Gasspeicher Jemgum

EWE fragt Speicherbedarf ab

01. Juli 2009

EWE hat im Frühjahr dieses Jahres angekündigt, die Speicherkapazitäten des im Bau befindlichen Erdgasspeichers im ostfriesischen Jemgum im Oktober 2009 öffentlich auszuschreiben. Um den Speicherbedarf zu ermitteln und so einzelne Speicherprodukte besser definieren zu können, hat EWE im Vorfeld eine unverbindliche Marktabfrage durchgeführt, ein Request for Storage Demand (RSD). Daran beteiligten sich rund 20 Unternehmen aus sieben EU-Ländern.

Der Oldenburger Energiedienstleister analysiert die RSD-Ergebnisse, um konkrete Speicherprodukte zu definieren. Die Abfrage habe zudem gezeigt, dass der Markt nur an festen und überwiegend mittel- und langfristigen Speicherkapazitäten interessiert sei und nicht an unterbrechbaren Kapazitäten, die dem Kunden nicht zu jeder Zeit zur Verfügung stehen, heißt es bei EWE.

Voraussichtlich Ende 2013 soll der für H-Gas vorgesehene Speicher in Betrieb gehen. Die ab Oktober vorgesehene Ausschreibung erfolgt zeitgleich mit dem so genannten Integrated Open Season-Verfahren (IOS) der Unternehmen Gasunie Deutschland und Gas Transport Services B.V. in den Niederlanden. Die beiden Gastransportunternehmen ermitteln damit die frühestens ab 2013 benötigten Gastransportkapazitäten von Marktteilnehmern in Norddeutschland und den Niederlanden, um gegebenenfalls das Netz entsprechend auszubauen.

EWE plant, in Jemgum bis zu 15 Erdgaskavernen mit einem geometrischen Volumen von jeweils bis zu 700.000 m³ zu bauen. Bis Ende 2013 sollen zunächst fünf Kavernen in Betrieb gehen.