Gasturbinen mit Wasserdampf

Forschungspreis der EU für Entwicklung einer innovativen Energietechnologie

11. November 2009

Die Technische Universität(TU) Berlin will eine innovative Verbrennungstechnologie untersuchen und entwickeln, die auf der Eindüsung großer Mengen von Wasserdampf basiert. Damit könne die Effizienz einer Gasturbine um bis zu 15 % erhöht und der Ressourcenverbrauch drastisch reduziert werden, so die TU. Weiterhin erlaube die neue Technologie die emissionsarme Verbrennung wasserstoffreicher Brennstoffe, wie sie bei der Biomasse- oder Kohlevergasung entstehen. So eröffne sich ein weites Feld, in Zukunft sowohl Kohle als auch nachwachsende Rohstoffe schadstoffarm zur Energieerzeugung zu nutzen.

Ermöglicht wird dieses durch den „ERC Advanced Grant 2009“ des Europäischen Forschungsrates (European Research Council, ERC). Christian Oliver Paschereit, Professor am Fachgebiet Strömungsmechanik der TU erhielt diesen Preis für die Forschungen an der Verbrennungstechnologie. Insgesamt hatten sich 1584 Forscherinnen und Forscher aus mehr als 30 Ländern um den ERC Grant beworben. Es sei zu erwarten, dass etwa 200 Anträge zur Förderung ausgewählt werden, so die Universität weiter.

In dem mit über 3,1 Mio. € geförderten Projekt GREENEST (Gas turbine combustion with Reduced Emissions Employing extreme Steam injection) kann Paschereit seine Forschung im Bereich der Gasturbinenprozesse und Verbrennung fortführen. Obwohl Gasturbinen in der Energieproduktion eine entscheidende Rolle spielen, seien mit konventioneller Gasturbinentechnologie nur noch schrittweise Steigerungen im Wirkungsgrad möglich. Die derzeitige Technik ist außerdem nicht in der Lage, wasserstoffreiche Brennstoffe aus biologischen Ressourcen oder der Kohlevergasung zu nutzen.