RheinEnergie AG

Gebiete grüner machen

Energetische Sanierung, E-Auto, Siedlungsmanagement: Erik Hufer und Philipp Schönenborn von RheinEnergie über das modulare Angebot des Unternehmens für Siedlungs- und Quartiermanagement.

05. Februar 2019
(Bild: Armin Huber/energiespektrum)

Die RheinEnergie hat ein eigenes, umfassendes Angebot für Siedlungs- und Quartiersmanagement entwickelt, das alle wesentlichen Bausteine von der energetischen Sanierung und umfassenden Optimierung bis hin zu einem Betrieb mit selbstlernenden Algorithmen im Siedlungsmanagement reicht. Es umfasst auch die Sektoren Abfallwirtschaft, (Elektro-)Mobilität und Nahverkehr.

Wie engagiert sich Ihr Unternehmen im Bereich Quartierversorgung? Was machen Sie dort bzw. haben Sie schon gemacht?

Hufer: RheinEnergie hat sich vor ca. zwei Jahren darauf fokussiert, Quartiersentwickungen in Köln voranzutreiben. Wir haben uns mit den Schwestergesellschaften gebündelt, um gemeinsam aufzutreten und ein besseres Alleinstellungsmerkmal am Markt zu haben.

Wir gehen jetzt als ‘ein Gesicht’ zu den Kunden und bieten ihnen alle Produkte aus einer Hand an. Das ist ein Riesenvorteil, denn wenn ich jetzt als RheinEnergie auf den Kunden zugehe, kann ich sagen: Haben Sie ein Problem mit der KVB (Kölner Verkehrsbetriebe AG)?

Dann versuche ich, das zu lösen. Ein Problem mit der Telekommunikation? Auch dort nehmen wir den Kunden an die Hand. Oder Abfall. Zum Beispiel Mülleimer, die in der Tiefgarage aufgestellt sind – wie kommen die den raus? Oder wie ist das Energiekonzept? Ist die Medienverlegung bereits berücksichtigt? Was ist mit Elektromobilität? Sind zum Beispiel bei einer Wohnungseigentümergemeinschaft Elektrofahrzeuge mitberücksichtigt? Oder E-Lastenräder?

Wir versuchen, dem Kunden alles an die Hand zu geben, so dass er ein komplettes Konzept von RheinEnergie erhält, über das er nachdenken kann.

Möchte der Kunde eine ökologische, energieeffiziente Versorgung haben, können wir im Innenstadtbereich Fernwärme mit anbieten mit einem Primärenergiefaktor von nahezu null.

Wir können das Gebiet ‘grün machen’, sodass es ein ökologisches Gebiet wird. Denn wir wollen, wie auch die Stadt Köln, die Verbrennungsmotoren aus dem Innenstadtbereich herausziehen. Wir fangen ja als Stadtwerkekonzern schon damit an, indem wir im Innenstadtbereich die E-Busse mit anbieten.

Was macht Ihr Angebot einzigartig, was ist der USP?

Hufer: Da wir als RheinEnergie mit den Schwestergesellschaften auftreten, können wir Angebote machen, die unsere Wettbewerber nicht aus eigener Hand bieten, zum Beispiel weil sie keine NetColone haben wie wir. Andere müssen dann auf Partner zurückgreifen. Oder Elektromobilität – die entwickeln wir innerhalb des Hauses mit unserer Mutter. Das bewirkt eine Vereinfachung und Verbesserung der Quartiersversorgung.

Stößt Ihr Angebot auf offene Ohren oder müssen Sie viel Überzeugungsarbeit leisten?

Schönenborn: Unser Angebot wird gut von den Kunden angenommen, nicht zuletzt weil RheinEnergie jahrzehntelange Erfahrung einbringt. Das spricht auch neue Investoren an, die nach Köln reinkommen und sich hier nicht auskennen.

Hufer: Was auch sehr geschätzt wird ist die Effizienz, mit der wir arbeiten. Das heißt: eine Ausarbeitung der Quartiere vom Anfang bis zum Schluss mit verschiedensten Zeitablaufplänen. Das macht sonst keiner, weil der Aufwand immens hoch ist.

Was sind Ihre jüngsten Projekte?

Hufer: Das aktuellste Projekt ist das Lindgens-Areal, bei dem wir dem Kunden die Fernwärme anbieten mit Elektromobilität und mit dem Gesamtprodukt des Stadtwerkekonzerns.

Schönenborn: Wir haben auch immer wieder EU-Projekte, auf die wir uns bewerben. Ein Projekt, das wir schon vor einigen Jahren umsetzen konnten, ist zum Beispiel die Abwasserwärmenutzung der Stadt Köln. Da haben wir verschiedene Schulen und Schwimmbäder mit beheizt.

Oder ein Projekt, bei dem wir den Mietern eine Zukunft bieten wollen, wo sich auch energetisch etwas ändert – in dem Fall mit PV-Anlagen und Batteriespeichern, um eine entsprechende Autarkie und Attraktivität zu schaffen. Dort haben wir auch ein E-Mobilitäts-Hub erstellt, wo man über ein Carsharing-Unternehmen und mit Elektrorädern der KVB mobil sein kann, ohne ein eigenes Fahrzeug zu besitzen. Das wird sehr gerne angenommen.

Hufer: RheinEnergie hat zurzeit ca. zwölf große Projekte in Köln und im Umland klassifiziert, die in den nächsten fünf bis acht Jahren entwickelt werden. Für sie bieten wir ein Rundum-sorglos-Paket, wenn der Kunde das möchte.