Gekauft: Wärmepumpe

Der Bundesverband Wärmepumpe hat die Marktzahlen für 2017 vorgelegt. Nachdem bereits 2016 eine Absatzsteigerung verzeichnet werden konnte, wuchs der Wärmepumpen-Markt auch im vergangenen Jahr deutlich.

30. Januar 2018

20 Prozent mehr Luftwärmepumpen

Der größte Zuwachs ist bei Luftwärmepumpen zu verzeichnen: Insgesamt wurden 55.000 Stück abgesetzt. Das entspricht einer Steigerung von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Wie bereits in 2016 waren dabei insbesondere Monoblockgeräte mit 31.000 Stück mit einem Zuwachs von 24 Prozent gefragt, so der Verband. Bei den Splitgeräten fiel das Wachstum mit 16 Prozent etwas kleiner aus.

Erdgekoppelte Systeme inklusive Grundwasser-Wärmepumpen legten mit 23.000 Geräten gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent zu.

Marktanteile ungefähr gleich geblieben

Luftwärmepumpen machten mit rund 71 Prozent den Großteil des Wärmepumpen-Absatzes aus. Im Vorjahr waren es 69 Prozent. Erdwärmepumpen und sonstige liegen bei 29 Prozent, 2016 bei 31 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Absatz um rund 10.000 Heizungswärmepumpen gesteigert werden.

Insgesamt sind in Deutschland damit laut Angaben des Verbandes rund 800.000 Heizungswärmepumpen installiert.

91.500 im Warmwasser- und Heizungsbereich

Auch der Absatz von Warmwasserwärmepumpen ist in 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent gewachsen, es wurden 13.500 Geräte verkauft. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr hierzulande 91.500 Wärmepumpen in Betrieb genommen.

Ausblick auf 2018

Für das laufende Jahr rechnet der Verband mit stabilen Verkaufszahlen. „Das MAP und die EnEV werden uns natürlich auch weiterhin helfen. Andererseits gibt es Anzeichen, dass der Neubausektor nicht mehr so stark wächst wie in jüngster Vergangenheit", so BWP-Geschäftsführer Dr. Martin Sabel.

„Gleichzeitig steigen im Gebäudebestand aufgrund niedriger Brennstoffpreise noch zu wenige Verbraucher auf erneuerbare Wärme um. Dort läge das größte Wachstumspotenzial – und die eigentliche Herausforderung für den Klimaschutz.“

 

Der BWP-Geschäftsführer mahnt CDU, CSU und SPD, bei den Koalitionsverhandlungen konkrete und effektive Maßnahmen zu vereinbaren. „Teurer Strom und billige fossile Brennstoffe sind das größte Hindernis für den Erfolg der Wärmewende. Wird dieser Missstand nicht beseitigt, kann die Energiewende als Ganzes nicht erfolgreich sein. Die Wärmepumpenbranche und Heizungsindustrie haben Lösungsvorschläge geliefert.“

In einem gemeinsamen Positionspapier haben BWP und BDH im Sommer gefordert, die Stromsteuer zu senken und die EEG-Rabatte der Industrie künftig nicht mehr den Stromkunden aufzubürden.