Gemeinsam für Energie

Die Zahl der Energie-Genossenschaften ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen, seit 2016 ist sie stabil geblieben. Das hat eine Studie der Universität Kassel ergeben, die sich auch mit der Gesellschafterstruktur und der Erzeugungsart der Genossenschaften beschäftigt.

12. Juli 2018

Laut Studie stieg die Zahl der Energie-Genossenschaften binnen fünf Jahren von 642 (2012) auf 928 (2015). Zusätzliche Daten zeigen, dass diese Größenordnung seitdem stabil geblieben ist, wie die Universität weiter mitteilt.

Etwa 185.000 Menschen waren 2015 Mitglied einer Energiegenossenschaft.

Gründungsstrukturen

Rund 68 % der Energiegenossenschaften wurden mehrheitlich von Bürgerinnen und Bürgern gegründet, 16 % basieren auf Kooperationen zwischen Kommunen, Stadtwerken und regionalen Unternehmen, bei denen aber auch die Bürgerinnen und Bürger eingebunden werden. Vergleichsweise selten sind Kooperationen von Banken (5 %).

Geschäftsmodelle

Bei den Geschäftsmodellen gibt es zwei deutliche Schwerpunkte: den Betrieb von Erneuerbaren-Energien-Anlagen zur Stromerzeugung sowie den Betrieb von Nahwärmenetzen zur lokalen Wärmeversorgung.

2015 waren 59 % der Energiegenossenschaften im Bereich PV-Dachanlagen, 15 % im Bereich PV-Freiflächen-Anlagen, 14 % im Bereich Windkraft und 19 % im Bereich Nahwärmenetze tätig. Noch jung, aber zunehmend ist ein Engagement im Bereich Elektromobilität, 2015 engagierten sich hier 2 % der Energiegenossenschaften.

Das Projekt Klimagen

Die Zahlen hat eine Arbeitsgruppe der Universität im Rahmen des Projekts ›Klimagen: Von der Energie- zur Klimaschutzgenossenschaft‹ erhoben.

Das Projekt  wird vom Fachgebiet Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt dezentrale Energiewirtschaft der Universität Kassel durchgeführt und vom Bundesumweltministerium gefördert.