Geothermieprojekte in Bayern gestartet

RWE Innogy plant Bohrungen von bis zu 4.000 m Tiefe.

04. November 2008

RWE Innogy hat kürzlich die Genehmigung für zwei Tiefengeothermie-Projekte bei Wildpoldsried und Unterthingau im schwäbischen Landkreis Oberallgäu erhalten. Das Unternehmen plant, rund 34 Mio. € in diese Projekte zu investieren. Im Unterschied zur oberflächennahen Geothermie, die zumeist zur Gewinnung von Wärmeenergie eingesetzt wird, kann man mit der Tiefengeothermie grundlastfähigen Strom erzeugen. Grund sind die wesentlich höheren Wassertemperaturen, die in tieferen Erdschichten herrschen. RWE Innogy plant bis zu 4.000 m tief in die Erde zu bohren. Auf den jeweils rund 100 km2 großen Flächen werden in den nächsten drei Jahren Untersuchungen über das geothermische Potenzial vorgenommen. Sie sollen weitere Erkenntnisse über die geologische, geothermische und bohrtechnische Beschaffenheit der Gesteinsschichten liefern. Zum anderen werden Temperatur und Fließrate des Thermalwassers prognostiziert. Neben diesen neu zu erhebenden Daten sollen parallel auch bestehende Seismik-Untersuchungen herangezogen und neu bewertet werden. Alle Ergebnisse fließen in eine Machbarkeitsstudie ein.