Getrennte Wege

Mehr als 115 Jahre nach der Gründung des Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerks zwingt die Energiewende das Unternehmen zur größten Umstrukturierung der Firmengeschichte. Der Innogy- Börsengang Ende vorige Woche brachte RWE auf einen Schlag rund 3 Mrd € ein – das Unternehmen verschafft sich damit neue Spielräume.

12. Oktober 2016

RWE hatte am 7. Oktober 25 % der Anteile der Ökostromtochter an die Börse gebracht. Der Konzern will auf Dauer die Mehrheit behalten.

 

Der größte Börsengang in Deutschland seit dem Jahr 2000 brachte laut Medienberichten rund 5 Mrd. € ein. 3 Mrd. fließen in die Kasse von RWE, 2 Mrd. an Innogy.

 

Seit 2006 durchlitten Anleger eine lange Börsentalfahrt. Für das Geschäftsjahr 2014/2015 konnte RWE keine Dividende an die Aktionäre ausschütten.

 

Peter Terium will sich künftig auf den Chefposten bei Innogy konzentrieren. Sein bisheriger Stellvertreter Rolf Martin Schmitz soll die Führung von RWE übernehmen.

 

Innogy bündelt die zukunftsträchtigen Geschäfte mit Ökostrom, Strom- und Gasnetzen und dem Vertrieb. Bei RWE bleiben die Kohle- und Gaskraftwerke sowie die Handelssparte.