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Kommune

Gewusst wie

Rathäuser, Schulen und Kindergärten in deutschen Städten und Gemeinden verbrauchen zu viel Strom und Wärme. Das Energiesparen gehen Kommunen und Bundesländer unterschiedlich an. Einen bundeseinheitlichen Standard gibt es nicht – noch nicht.

10. Dezember 2018
(Bild: Coloures-Pic/stock.adobe.com)

Rund 10 bis 20 Prozent der Energiekosten jeder Kommune ließen sich ohne große Investitionen durch ein effizientes Energiemanagement einsparen. Deutschlandweit wäre das ein Betrag von rund 370 Millionen Euro. Wie diese Einsparpotenziale in den kommunalen Liegenschaften künftig erschlossen werden können, haben Landesenergieagenturen aus vier Bundesländern in Berlin vorgestellt.

Starthilfe

»Die bundesweit einmalige Kooperation ist ein erster Schritt hin zu einem bundeseinheitlichen Qualitätsstandard für kommunales Energiemanagement«, so die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg KEA. Kern der Zusammenarbeit ist ein kostenfreies Online-Werkzeug mit dem Namen Kom.EMS‹. Vier Landesenergieagenturen bündeln ihre Kräfte. Beteiligt an dem Projekt sind Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Die Bewirtschaftung kommunaler Liegenschaften und der damit verbundene Verbrauch von Wärme, Strom und Wasser verursachen einen erheblichen Teil kommunaler Ausgaben und Kohlendioxid-Emissionen. Bis zu einem Fünftel der Kosten können mithilfe eines kommunalen Energiemanagements eingespart werden, heißt es. Viele Kommunen haben bislang jedoch aus Mangel an Zeit, Wissen und Ressourcen kein professionelles Energiemanagement einführen können.

Betriebsführung

Das Werkzeug bietet die Möglichkeit, das Energiemanagement einer kommunalen Verwaltung anhand von transparenten Kriterien zu bewerten, zu optimieren und zu verstetigen. Hierzu gehören sowohl die optimierte Betriebsführung der Bestandsgebäude und Anlagen als auch deren zielgerichtete Verbesserung durch Investitionen. Es bezieht durch seinen ganzheitlichen Ansatz alle für das Energiemanagement relevanten Verwaltungsebenen ein. Will eine Kommune dauerhaft Energie einsparen, ist dies von grundsätzlicher Bedeutung. Das Online-Tool bietet ferner als onlinebasiertes Werkzeug die Option, Erfolge beim Energieeinsparen zentral zu evaluieren.

So können Verwaltungen beispielsweise die Wirksamkeit von Förderprogrammen überprüfen. Das Projekt ermöglicht Kommunen, sich zertifizieren und damit öffentlichkeitswirksam auszeichnen zu lassen. Dies kann ein zusätzlicher Anreiz sein, sich erfolgsorientiert mit dem Thema Energiemanagement auseinanderzusetzen und eine Vorbildrolle einzunehmen. hd

Erschienen in Ausgabe: Nr. 08 /2018